Verzahnungssoftware Neue Gear-Engineer-Version für das 5-Achs-Fräsen von Zahnrädern

Von Stefanie Michel

Die neue Version der Verzahnungssoftware Gear Engineer beinhaltet zahlreiche Erweiterungen. Unter anderem wurden Werkzeugbezugsprofile ergänzt und Kunststoffe in die Materialdatenbank aufgenommen.

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Duplex-Kegel im Gear Engineer.
Duplex-Kegel im Gear Engineer.
(Bild: GWJ Technology)

Mit der neuen Version der Spezialverzahnungssoftware Gear Engineer hat GWJ Technology den internen CAD-Kern aktualisiert und liefert nach eigenen Angaben noch stabilere 3D-Volumenmodelle bei speziellen Funktionalitäten wie der umlaufenden Fase bei Stirnrädern. Außerdem wurde diese Version nun für 64 bit und Windows 10 angepasst.

Gear Engineer berechnet die exakte und reale 3D-Zahnformgeometrien von Stirn- und Kegelrädern. Dabei werden auch Mikrogeometrien, d. h. Profil- und Flankenmodifikationen, mit berücksichtigt. Somit ist der Gear Engineer die ideale Ausgangsbasis für das 5-Achsfräsen von Zahnrädern. Folgende neue Funktionen wurden in die aktuelle Version integriert:

  • Die Definition des Werkzeugbezugsprofils für Wälzfräser wurde ergänzend zur Kopfform „Radius mit Gerade“ neu um die Kopfform „Vollradius“ ergänzt. Damit können Stirnräder mit einer vollen Fußausrundung berechnet und hergestellt werden.
  • Bei Stirnrädern wurden die Tragfähigkeitsmethoden nach DIN 3990, ISO 6336 und ANSI/AGMA 2001 um die VDI 2736 für Kunststoffverzahnungen ergänzt. Zusätzlich wurden außerdem Kunststoffe mit in die Materialdatenbank aufgenommen.
  • Bei Stirnradpaaren ist es möglich, mit einem „falschen“ Achsabstand rechnen zu können. Hierfür wurde eine entsprechende Funktion bei der Auslegung der Profilverschiebungsfaktoren integriert.
  • Das Modul für gerad- und schrägverzahnte Kegelräder wurde um Profilmodifikationen erweitert. So stehen jetzt Höhenballigkeiten und Kopfrücknahmen sowie Eingriffswinkelmodifikationen für jede Flanke zur Verfügung.
  • Die Kegelform „Duplex“-Kegel wird jetzt unterstützt, bei der sich ein konstanter Zahnfußgrund entlang der Zahnbreite ergibt. Diese Erweiterung zusammen mit den Profilmodifikationen wurde unter anderem aufgrund von Anwendernachfragen aus dem Bereich des Schmiedens von Differentialkegelrädern ergänzt.
  • Neben den Ausgabemöglichkeiten von CAD-Daten im STEP- und IGES-Format sind auch sogenannte Sollmessdaten möglich. Hier wurde eine aktualisierte Version des KIMoS-Formates der gleichnamigen Klingelnbergsoftware integriert, womit die Messung der Flankentopographie auf entsprechenden Verzahnungsmesszentren oder 3D-Koordinatenmessmaschinen unterstützt wird.

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