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Projektdurchführung

Neue Methode soll die Bauzeit von Großprojekten halbieren

| Redakteur: Melanie Krauß

Die durchschnittliche Errichtungszeit von Großanlagen beträgt laut Maexpartners zwei bis drei Jahre. Mit der „Radical Lead Time Reduction“-Methode, soll sie sich um 40 bis 50 % reduzieren lassen.
Die durchschnittliche Errichtungszeit von Großanlagen beträgt laut Maexpartners zwei bis drei Jahre. Mit der „Radical Lead Time Reduction“-Methode, soll sie sich um 40 bis 50 % reduzieren lassen. (Bild: Vereshchagin Dmitry (Shutterstock))

Die Unternehmensberatung Maexpartners hat eine Methode zur Reduzierung der Durchlaufzeiten im Anlagenbau entwickelt. Bei gleichen kapazitiven Rahmenbedingungen verspricht sie eine um 40 bis 50 % kürzere Bauzeit.

Die Reduzierung der Durchlaufzeiten beim Bau von Großprojekten soll durch die Methode „Radical Lead Time Reduction“, kurz RLTR, ermöglicht werden. „Bei bislang durchschnittlichen Errichtungszeiten von zwei bis drei Jahren im Großanlagenbau und Projektvolumina von meist über 100 Mio. Euro, hat das natürlich signifikante Auswirkungen“, sagt Thorsten Helmich, Partner der Maexpartners GmbH. Denn durch den deutlich schnelleren Bau und die dadurch mögliche frühere Inbetriebnahme verbessere sich die Wirtschaftlichkeitsrechnung enorm.

Anders als bei anderen Ansätzen handele es sich bei RLTR um eine ganzheitliche Initiative, bei der es um die Optimierung sämtlicher Abläufe auf allen Stufen des Anlagenbaus geht. Diese wirke sich nicht nur auf die radikale Verringerung der Durchlaufzeit aus, sondern auch auf die Stabilisierung der Projektdurchführung.

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„Wenn es darum geht, tausende Arbeitsschritte und Millionen von Teilen zu organisieren, dann ist eine sichere und optimierte Abwicklung verständlicherweise elementar“, so Helmich. Dies wiederum habe eine erhebliche Senkung der Non-Conformance-Costs zur Folge, also der Kosten, die durch Fehler in der Entwicklung, Planung, Beschaffung und Umsetzung zu Abweichungen zwischen der Vor- und Nachkalkulation führen.

Um diese Effizienzvorteile zu realisieren, setzt das RLTR-Konzept bei der Entwicklung und dem Bau von Großprojekten auf ein grundlegend anderes Vorgehen als bislang üblich. Im Kern gehe es um durchgängige Planungsstrukturen, bei denen die Baustelle über den gesamten Planungs-, Beschaffungs- und Construction-Prozess hinweg „zieht“.

Dieser Wechsel vom herkömmlichen Push- zu einem Pull-System bedeute, dass die Planung eines Projekts nicht mehr wie traditionell vorwärts, sondern vom Ergebnis her rückläufig, also von der Realisierung zurück zur Planung und Entwicklung, erfolgt. „Wir überlegen daher zu Beginn, wie denn eigentlich mit welchem Resultat gebaut werden soll und definieren die dafür erforderlichen Schritte, wann welche Installationen erfolgen, welche Teile dafür rechtzeitig fertig sein sollen und wie diese konstruiert sein müssen“, erklärt Helmich.

Diese Modularisierung der Baustelle in einzelne Abschnitte habe das Ziel, eine hohe Simultanität und Synchronisierung der einzelnen Arbeitsschritte zu erreichen. Bestimmte Arbeitsabläufe erfolgen daher nicht mehr nacheinander, sondern überschneiden sich zeitlich. Bekannt sei das vom Concurrent Engineering, von dem sich RLTR aber durch das Pull-Prinzip unterscheide. Um dies wirkungsvoll zu erreichen, sei es unerlässlich, alle Arbeitspakete miteinander zu vernetzen. Für deren Planung setzt Maexpartners Templates ein, Vorlagen für vordefinierte Sequenzen und Terminpläne, die es dann gilt, individuell anzupassen. Alleine dadurch sei es möglich, Set-up-Phasen von großen Projekten, die bislang häufig drei Monate in Anspruch genommen haben, auf zwei Wochen zu verkürzen.

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In einem Master-Terminplan erfolge dann die Zusammenführung aller Planungs-Sequenzen. Damit sei klar definiert, welches konkrete Arbeitspaket was wann liefert. Dies ermögliche eine hochgradige Parallelität, und die Baustelle „ziehe“ also zur rechten Zeit die erforderlichen Ressourcen. Erst die exakte Definition der einzelnen Schnittstellen ermögliche die Optimierung des Produktionsflusses. Diesen zu kreieren, sei mit Abstand der größte Hebel für die Effizienzsteigerung. „Fast die Halbierung der Durchlaufzeit haben wir nachweislich schon erreicht“, stellt Helmich fest.

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