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Zerspanung Neues Soraluce-Maschinendesign sorgt für Freude am Bedienen

| Redakteur: Rüdiger Kroh

Im Rahmen seiner Technologietage präsentierte Bimatec Soraluce den rund 400 Besuchern in Limburg ein neues Maschinendesignkonzept. Im Mittelpunkt steht dabei der Bediener.

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(Bild: Kroh )

„Freude am Fahren”. Wäre dieser Werbeslogan nicht schon von BMW belegt, Bimatec Soraluce könnte daraus „Freude am Bedienen” machen. Denn genau das will der Werkzeugmaschinenhersteller mit seinem ganzheitlichen Design-Konzept erreichen. „Wir haben bei der Entwicklung unserer neuen Maschinengeneration den Bediener in den Fokus gerückt”, erklärte Andreas Lindner, geschäftsführender Gesellschafter der Bimatec Soraluce Zerspanungstechnologie GmbH, anlässlich der Technologietage in Limburg. Dort wurden mit den Fahrständer-Fräs-Bohrcentern FXR-Q und FL sowie dem Starrbett-Fräs-Bohrcenter SLP drei Modelle im neuen Look den rund 400 Besuchern präsentiert.

Die Bedienerkabine wird zum Büro

Im Mittelpunkt der neuen Maschinengeneration steht eine verbesserte Bedienerfreundlichkeit. Dafür wurde jede Interaktion des Werkers mit den verschiedenen Anlagenkomponenten analysiert, um eine optimierte Arbeitsumgebung zu schaffen. „Der Bediener muss sagen, dass er diese Maschine haben will”, so Lindner. Für dieses Ziel wurde die elektrisch verfahrbare Bedienerkabine komplett überarbeitet. Sie hat jetzt eine Werkbank inklusive Tafel für das Anbringen von Zeichnungen, einen Klappsitz, eine Klimaanlage und ist schallisoliert. Zudem kann bei Bedarf eine Art Balkon ausgefahren werden, über den der Bediener nahe genug an den Fräskopf gelangt, um das Werkzeug oder das Werkstück in jeder Position des Vertikalverfahrwegs zu überprüfen. Besonderes Augenmerk wurde laut Lindner auch auf die Instandhaltung gelegt. Weil die entsprechenden Bereiche jetzt besser zugänglich und mit Schiebeblenden versehen sind, sollen sich durch einfachere Wartung die Stillstandszeiten reduzieren.

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Weltweit 90 Mio. Euro Umsatz geplant

Vor dem Hintergrund von Industrie 4.0 hat Soraluce drei verschiedene Softwarepakete entwickelt. Die entsprechenden Anwendungen werden auf einem zentralen Rechner installiert und können mittels einer lokalen Netzwerkverbindung über Ethernet oder über WLAN die Fertigungsanlagen und Prozesse in Echtzeit überwachen. „Um dem Thema Industrie 4.0 auch zukünftig gerecht zu werden, investieren wir in diesem Bereich rund 10 Mio. Euro in den nächsten drei Jahren”, betonte Rafael Idigoras, Geschäftsführer von Soraluce. Für das laufende Jahr rechnet er mit einem weltweiten Umsatz von rund 90 Mio. Euro. Etwa 46 Mio. Euro wird dazu die deutsche Gesellschaft beisteuern.

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