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EMO Hannover 2017 Noch Klärungsbedarf: Sicherheit von Werkzeugmaschinen

| Autor / Redakteur: Nikolaus Fecht / Udo Schnell

Deutsche Werkzeugmaschinen gelten als sehr sicher, aber es gibt offene Fragen. Dies liegt auch an der Safety-Norm EN ISO 13849-1 und ihrem wahrscheinlichkeitsbezogen Ansatz. Für den VDW Anlass genug, sich mit der Problematik in einem Arbeitskreis zu beschäftigen. Peter Steger, Mitglied des Arbeitskreises, erläutert, wie der Maschinenhersteller Grob die Anwender unterstützt.

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Peter Steger, Leiter der Elektrokonstruktion bei der Grob-Werke GmbH & Co. KG in Mindelheim:„Vorbei sind die Zeiten der „goldenen Zunge“, eines universellen Schlüssels zur Manipulation von Schutzeinrichtungen. Mit ihm lässt sich der Steuerung vorgaukeln, die Schutztür sei verschlossen und verriegelt.“
Peter Steger, Leiter der Elektrokonstruktion bei der Grob-Werke GmbH & Co. KG in Mindelheim:„Vorbei sind die Zeiten der „goldenen Zunge“, eines universellen Schlüssels zur Manipulation von Schutzeinrichtungen. Mit ihm lässt sich der Steuerung vorgaukeln, die Schutztür sei verschlossen und verriegelt.“
(Bild: Grob)

Der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) überarbeitet derzeit Normen zur Sicherheit von Werkzeugmaschinen. Der VDW-Arbeitskreis „Sicherheitstechnik bei zerspanender Bearbeitung“ kümmert sich dabei insbesondere um die vorrangig wichtigen Typ-C-Produktsicherheits-Normen, zum Beispiel:

  • die ISO 16089 für Schleifmaschinen,
  • die ISO 16090 für Fräsmaschinen und
  • die ISO 23125 für Drehmaschinen.

Sie alle beziehen sich auf die Typ-B-Norm ISO 13849-1, worin so genannte Sicherheitsfunktionen als Modell der Steuerungsketten wahrscheinlichkeitsbezogen bewertet werden.

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Dieser theoretische Ansatz trifft auf eine bereits im Feld etablierte und betriebsbewährte Praxis. Trotz einer nachweislich hohen Sicherheit deutscher Werkzeugmaschinen, gibt es jedoch weiterhin Klärungsbedarf, denn die Bedeutung von Sicherheitsfunktionen wird in den oben genannten Normen noch nicht einheitlich gesehen, weil es technologiespezifische Auffassungsunterschiede gibt.

Die vor kurzem erfolgte Erweiterung der am VDW-Arbeitskreis beteiligten Unternehmen, hat den Klärungsbedarf noch vergrößert. Denn außer den Zerspanungsverfahren sind im vergangenen Jahr die Pressen und Laserbearbeitungsmaschinen aufgenommen worden. Und die Laserbearbeitungsmaschinen haben noch überhaupt keine normativen Vorgaben für Sicherheitsfunktionen.

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