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Messen Nortec 2020 fokussiert Additive Fertigung

Redakteur: Stéphane Itasse

Die Additive Fertigung ermöglicht auch kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) eine effiziente und ressourcenschonende Fertigung und bietet dadurch Wachstumschancen. Doch der Beratungsbedarf ist hoch, das Angebot vielfältig. Orientierung und Hilfen bietet die Messe Nortec.

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Was die Additive Fertigung kann, erfahren Besucher der Messe Nortec vom 21. bis 24. Januar 2020 in Hamburg
Was die Additive Fertigung kann, erfahren Besucher der Messe Nortec vom 21. bis 24. Januar 2020 in Hamburg
(Bild: www.otzipka.de)

59 % der im verarbeitenden Gewerbe tätigen Unternehmen bewerten die Additive Fertigung als Geschäftsmodell für „sehr wichtig“ oder „eher wichtig“, wie die Messe Hamburg unter Hinweis auf eine Studie mitteilt.Als erste Fachmesse für Produktion und Campus für den Mittelstand zeigt die Nortec vom 21. bis 24. Januar 2020 die neuesten technischen Entwicklungen in der Produktion. Die Bandbreite der Aussteller auf dem Gelände der Hamburg Messe und Congress reicht dabei von namhaften Unternehmen bis zu Start-ups. Mit vor Ort ist erneut die Additive Conference des Fraunhofer IAPT.

Lokale Einzelfertigungen mit 3D-Druck statt globaler Massenproduktion

Kunststoff, Metall, Keramik – für nahezu jeden Einsatzbereich in der Fertigung gibt es Materialien, um Strukturen 3D zu drucken. Einer der großen Vorteile additiver Fertigungsverfahren ist das schnelle und ressourceneffiziente Realisieren individueller Bedürfnisse. Die Werkstücke sind oft um ein Vielfaches leichter und widerstandsfähiger als ihre mechanisch produzierten Vorläufer. Für den Einsatz in der Medizintechnik sowie der Luft- und Raumfahrt werden winzige Bauteile mit hoher chemischer, elektrischer, mechanischer und thermischer Beständigkeit benötigt. Solche Komponenten können inzwischen aus technischen Keramiken mit speziellen 3D- Druckverfahren hergestellt werden. Aufgrund ihrer hohen Temperaturbeständigkeit eignen sie sich auch für den Einsatz unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen.

Anja Holinsky, Projektleiterin der Nortec, sagt: „In Zeiten eines starken internationalen Wettbewerbs und rasanter digitaler Transformation setzt die Produktionsbranche zunehmend auf lokale Einzelfertigungen anstelle globaler Massenproduktion. Auf dem Nortec Campus für den Mittelstand bringen wir Wissenschaftler, Zulieferer und Anwender zusammen, die sich mit der Additiven Fertigung auskennen. Neben Experten- und Beratungsgesprächen stehen hier Live-Demonstration sowie Fachvorträge und Best Practice Beispiele im Vordergrund. So geht es von der Theorie direkt in die Praxis und Fragen können schnell und einfach vor Ort geklärt werden.

Additive Conference 2020 zeigt Zukunft der Produktion

Wie in den Vorjahren veranstaltet die Fraunhofer IAPT die Additive Conference im Rahmen der Nortec 2020. Unterstützt werden die Forscher durch das 3D-Druck-Netzwerk in der Metropolregion Hamburg. Im Fokus der Konferenz steht die Industrialisierung additiver Verfahren sowie der damit verbundene Technologietransfer. Das Fraunhofer IAPT berichtet über neue Entwicklungen im Bionischen Design, erklärt die Vorteile vom Smart Finish und bringt Exponate aus dem Bereich Automotive mit. Prof. Dr.-Ing. Claus Emmelmann, Institutsleiter des Fraunhofer IAPT, zeigt die Bedeutung des Wissenstransfers insbesondere für KMU auf und bestärkt die noch Unentschlossenen zur Kongressteilnahme: „Mit jährlichen Wachstumsraten von über 25 % erschließt sich der industrielle 3D-Druck immer neue Anwendungen in der Klein- und Serienfertigung.“ Begleitet wird diese Konferenz durch eine Exponat-Demonstration auf dem Nortec Campus für den Mittelstand in Halle A3.

Unternehmen, die internationale Aktivitäten planen oder Innovationen umsetzen möchten, sind auf dem Nortec Campus für den Mittelstand an der richtigen Stelle, wie es in der Mitteilung weiter heißt. Am 21. und 22. Januar 2020 sind Experten vom Enterprise Europe Network (EEN) vor Ort, um auf individuelle Fragen einzugehen. Das EEN ist das Netzwerk der EU für kleine und mittlere Unternehmen. „Als regionaler Partner im Enterprise Europe Network wollen wir kleine und mittelständische Unternehmen aus Norddeutschland unterstützen, neue Wege zu gehen. Dabei kann es um internationales Wachstum gehen, um Förderung bei der Entwicklung von Innovationen oder auch um Beratung zum Innovationsmanagement“ sagt Silke Schleiff, Project Manager Enterprise Europe Network, Tutech Innovation GmbH.

Trotz Wachstumspotenzials durch den Einsatz additiver Verfahren sehen Branchenexperten die traditionelle Fertigung in der Produktionstechnik noch lange nicht am Ende. Vielmehr würden diese optimiert und ergänzt. Um künftig wettbewerbsfähig zu sein, ist es für KMU daher entscheidend, am Puls der Zeit zu sein, die neuen Entwicklungen und Chancen für ihren Betrieb zu erkennen und umzusetzen. Die Erweiterung des eigenen Horizonts, Wissenstransfer sowie branchenübergreifender Austausch ist entscheidend für den Erfolg von morgen. .

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