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Welche Vorteile sich durch die ölfreie Drucklufterzeugung mit dieser Kompressortechnik erzielen lassen, macht ein Beispiel aus der Elektronikproduktion im Werk Memmingen der Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG deutlich. Das Unternehmen entwickelt und fertigt komplexe Geräte für die Funktechnik und Messtechnik.
Pureair-Kompressoren bewähren sich in der Elektronikproduktion
Mehr als die Hälfte aller Handys, die weltweit in Betrieb sind, wird am Ende des Produktionsprozesses mit diesen Messgeräten geprüft. Auch für die Funknetzbetreiber bietet das Unternehmen ein umfassendes Programm an. Dazu gehören Anlagen für die Ortung und Erfassung von analogen und digitalen Funksystemen in öffentlichen Netzen und im Mobilfunk.
Zu den Kernkompetenzen des Werkes Memmingen gehört die Fertigung von elektronischen Baugruppen. Hier kommen hochmoderne Bestückungsautomaten zum Einsatz, die größere Mengen reine Druckluft verbrauchen. Denn sie fördern die kleinen elektronischen Bauelemente pneumatisch und benötigen dafür ölfreie Druckluft. Wenn die Druckluft Ölanteile enthalten sollte, würden die empfindlichen Ventile des Fördersystems unter Umständen gestört, und das könnte Ausfallzeiten und hohe Reparaturkosten zur Folge haben. Auch die Druckluft für die Reinigungsanlagen, die die Platinen nach der Produktion abblasen, muss ölfrei sein.
Anwender verlor zuvor viel Energie bei der Drucklufttrocknung
Für die Erzeugung der Druckluft verwendete das Unternehmen ölgeschmierte Kompressoren, die über ein Komplettsystem mit Adsorptionstrockner, Aktivkohle-Adsorber und Filterkombination aufbereitet wurde. Dieses System lieferte in der Tat ölfreie Druckluft, aber es verursachte hohe Kosten: Es benötigte allein rund 20% der erzeugten Druckluft für die Regeneration des Adsorptionstrockners. Damit war die Energiebilanz relativ schlecht.
Die Qualität der Druckluft wird bei Rohde & Schwarz sehr genau beobachtet. Die Verantwortlichen für die Erneuerung in der Druckluftversorgung messen kontinuierlich den Restölgehalt der erzeugten Druckluft und zeichnen den Wert auf. Dabei ist der Absolutwert weniger entscheidend als der Trend: Die Zuständigen reagieren sofort, wenn Abweichungen auftreten.
Da Funktechnik weltweit gefragt ist, wächst die Produktion in Memmingen. Als die Anschaffung einer zusätzlichen Bestückungslinie vorbereitet wurde, zeichnete sich ab, dass die Druckluftversorgung an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen würde. Für Rohde & Schwarz stand fest, dass die Investition in neue Drucklufttechnik nicht nur zusätzliche Leistung bringen, sondern auch die Druckluftkosten senken und die Produktionssicherheit weiter verbessern sollte. Eine komplett neue Station kam aus Kostengründen nicht in Frage, aber mit dem neuen Kompressor sollte der sukzessive Umstieg auf die ölfreie Drucklufterzeugung eingeleitet werden. Nach intensiver Marktrecherche entschieden sich die Verantwortlichen für die Pureair-Kompressortechnik.
Neuartiger Kompressor erzeugt 70% der benötigten Druckluft
Der neue Pureair-Verdichter (Bild 4) erzeugt rund 70% der benötigten Druckluft – zur vollständigen Zufriedenheit der Verantwortlichen bei Rohde & Schwarz. Deshalb wird man den Weg, die Druckluft ölfrei zu erzeugen, auch bei künftigen Modernisierungen oder Erweiterungen der Druckluftstation weiterverfolgen. MM
* Harald Härter ist Managing Director bei der Compair Drucklufttechnik – Zweigniederlassung der Gardner Denver Deutschland GmbH in 55469 Simmern
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