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db Prüftechnik Ohne Sichtlinien Position im Raum bestimmen

| Autor / Redakteur: Matthias Ecker / Helmut Klemm

Mithilfe eines Messgeräts auf der Basis von drei Ringlaserkreiseln lassen sich Positionen im Raum exakt bestimmen. Sichtlinien zu den Messobjekten sind dabei nicht erforderlich – das ist der große Vorteil des Verfahrens, das vor allem beim Vermessen von Walzen genutzt wird: zum Beispiel bei Druckmaschinen.

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Mit diesem Messgerät kann die Prallelität von Walzen vermessen werden.
Mit diesem Messgerät kann die Prallelität von Walzen vermessen werden.
(Bild: db Prüftechnik)

Das Vermessen von Walzen gilt als ganz besondere Kunst. Traditionell kommt ein Theodolit oder ein lasergestütztes Messverfahren zum Einsatz. Nach wie vor wird aber auch mit Stichmaßen oder Umschlingungsmessungen gearbeitet. Mit einem Stichmaß wird zum Beispiel die Distanz zwischen zwei Walzen mit einer Messuhr an einem Teleskopstab verglichen, bei Umschlingungsmessungen bestimmt man die Distanz mit einem Maßband.

All diesen Verfahren ist gemeinsam, dass sie zum Teil erhebliche Erfahrung erfordern und sehr zeitaufwendig sind. Außerdem ist der Zugang zu eingehausten Anlagenbereichen für optische Messverfahren oft erschwert. Wenn es zum Beispiel keinen direkten Zugang gibt, muss weitere Messtechnik eingesetzt werden, damit der Laserstrahl zu den zu vermessenden Walzen gelangen kann. Die Verwendung solch zusätzlicher Peripherie birgt Genauigkeitsverluste und verlängert die Messzeit.

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Einen neuen messtechnischen Ansatz mit Technik aus der Luft- und Raumfahrt eröffnet das Messgerät Paralign (Bild 1). Es enthält drei sogenannte Ringlaserkreisel – im Bild sind sie in blauer Farbe dargestellt. Jeder dieser Kreisel misst den Drehwinkel um seine eigene Achse. Die drei Achsen stehen senkrecht zueinander in Richtung der drei Raumkoordinaten und bilden dadurch ein sogenanntes Rechtssystem – ein System von Basiskoordinaten. Dadurch ist die Bestimmung von Relativpositionen im Raum möglich

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