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MIM Online-Regelung von Kohlenstoff mit Sinterflex

| Redakteur: Simone Käfer

Die erste Sinterflex-Anlage in Deutschland von Linde geht an das Unternehmen MIM-Technik. Ausgehandelt wurde der Kauf auf dem pulvermetallurgischenKongresses Word PM 2016 in Hamburg.

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Auf dem Word PM 2016 kaufte Bernd Würtele (r.) eine Sinterflex-Anlage von Linde.
Auf dem Word PM 2016 kaufte Bernd Würtele (r.) eine Sinterflex-Anlage von Linde.
(Bild: Linde)

Die Sinterflex-Anlage dient der Online-Regelung des Kohlenstoffgehaltes der Bauteile im laufenden Sinterprozess. Bernd Würtele zeichnet verantwortlich für MIM-Technik, das sich seit 1998 ausschließlich mit dem Metallpulverspritzgießen (Metal Injection Molding, MIM) befasst. „Diese Investition ist ein weiterer, wichtiger Schritt für unser Haus, den zunehmenden Anforderungen an ein Höchstmaß an Qualität und Reproduzierbarkeit im Sinterprozess in unseren Chargenöfen Rechnung zu tragen", so Würtele.

Bei der Sinterflex-Technik handelt es sich um ein in Schweden entwickeltes und bereits bei mehreren Anwendern im MIM-Bereich eingeführtes Verfahren zur Online-Regelung von Kohlenstoff in Schutzgasatmosphären auf der Grundlage thermodynamischer Gesetzmäßigkeiten. Kernstück jeder Anlage ist eine speziell entwickelte Sauerstoffsonde, die in einem separaten Ofen unter einer hohen Prozesstemperatur gehalten werden kann, um eine möglichst präzise Sauerstoffpartialdruckbestimmung zu gewährleisten. Unter Berücksichtigung des Kohlenmonoxidgehalts der Atmosphäre und der Prozesstemperatur, erlaubt die Sinterflex-Anlage eine reproduzierbare, kontinuierliche Ermittlung des Kohlenstoffgehaltes der die Bauteile umgebenden Atmosphäre. Zur Einstellung des gewünschten Kohlenstoffpegels im Bauteil werden der Atmosphäre, abhängig von der Regelabweichung, oxidierende Gase oder Kohlenwasserstoffe hinzugefügt.

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