Standort fraglich

Chemieindustrie in Ostdeutschland fährt Investitionen zurück

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Ostdeutsche Chemie befürchtet sinkende Erträge

Demnach empfinden 85 Prozent der Chemie- und Pharmaunternehmen die Bürokratie und die Regulierung als schwere oder sehr schwere Belastung. Sieben von zehn sehen darin zugleich das größte Innovationshemmnis. Und für jeweils 60 Prozent sind die hohen Rohstoffkosten sowie Steuern und Abgaben ein Problem. Rund 55 Prozent halten die Genehmigungspraxis für zu zäh und 50 Prozent die bereits erwähnten, hohen Energiekosten. Entsprechend blieben auch die Geschäftserwartungen verhalten. Die Hälfte rechnet nun auch mit sinkenden Erträgen. Nur jedes fünfte Unternehmen glaubt an eine Verbesserung der Lage. Bei den Umsätzen erwarten jeweils 45 Prozent einen Anstieg respektive einen Rückgang.

Die Chemie hat es in ganz Deutschland recht schwer

Ein ähnlich schwieriges Bild zeige sich sogar bundesweit. Denn nach Angaben des VCI lag die Produktion der chemisch-pharmazeutischen Industrie im ersten Halbjahr drei Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Investitionen gingen demnach bereits das dritte Jahr in Folge zurück. Auch die Wirtschaftspolitik bewerten wiederum viele ostdeutsche Befragungsteilnehmer als kritisch. Denn rund 65 Prozent geben der Bundesregierung die Noten mangelhaft oder sogar ungenügend, bei der EU-Kommission sind es 75 Prozent, die so denken. „Deutschland kann sich im internationalen Wettbewerb dauerhaft hohe Standortkosten nicht leisten“, merkt Schmidt-Kesseler dazu an. Die Politik müsse deshalb Investitionen ermöglichen statt aufhalten.

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