Schlaffe Segel Ostdeutsche Player liegen gut, warten aber auf Rückenwind

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Ostdeutsche Unternehmen sehen viel Potenzial angesichts ihres Wirtschaftsstandorts, jedoch spüren sie bisher keine Unterstützung durch die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung ...

Warten auf politischen Rückenwind. Genau 1.500 ostdeutsche Unternehmen wurden jüngst dazu befragt, wie sie ihre derzeitigen Chancen in Sachen Konjunkturentwicklung einschätzen. Lesen Sie hier, was dabei herauskam ...(Bild:  K. Brennegge)
Warten auf politischen Rückenwind. Genau 1.500 ostdeutsche Unternehmen wurden jüngst dazu befragt, wie sie ihre derzeitigen Chancen in Sachen Konjunkturentwicklung einschätzen. Lesen Sie hier, was dabei herauskam ...
(Bild: K. Brennegge)

Das sogenannte Transformationsbarometer, das anlässlich des Ostdeutschen Wirtschaftsforums in Bad Saarow (31. Mai bis 2. Juni) abgelesen wurde, zeigt, dass die Unternehmen im Osten Deutschlands zwar gut aufgestellt sind, aber die Vertrauenskrise in die Regierung die Investitionsbereitschaft ausbremse. Werden wir etwas konkreter: Gefragt wurden dazu 1.500 Unternehmen, ob etwa der Ausbau digitaler Infrastruktur, der Bürokratieabbau, die Senkung der Strom- und Energiekosten und staatliche Investitionsförderung derzeit spürbar als positiv wahrgenommen werden. Genauer gesagt, hat das Meinungsforschungsinstitut Civey zwischen Februar und April Entscheider aus der Privatwirtschaft in Ostdeutschland einschließlich Berlin befragt. Rund 53 Prozent der Teilnehmer sehen demnach keine positiven Effekte aktueller wirtschaftspolitischer Maßnahmen im eigenen Betrieb. Während die strukturellen Standortfaktoren Ostdeutschlands also überwiegend positiv bewertet werden, bleibt die wirtschaftliche Stimmungslage angespannt, resümieren die Spezialisten.

Ostdeutschland sieht Chancen bei Erneuerbaren, Halbleitern und Rüstung

Wirtschaftsmanager wollen deshalb beim oben genannten Event in Bad Saarow unter anderem mit Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (beide CDU) über den Reformkurs der Regierung diskutieren. Nach der Umfrage schätzen 49 Prozent die allgemeine wirtschaftliche Lage in Ostdeutschland sogar negativ ein. Das Potenzial betrachten aber 57 Prozent als groß. Als positive Standortfaktoren gelten die Verfügbarkeit von Flächen, die Verkehrsinfrastruktur und die Nähe zu Wissenschaft und Forschung, wie dabei herauskam. Das größte Wachstum erwartet man im Bereich der erneuerbaren Energien, der Halbleiterindustrie und in der Verteidigungsindustrie respektive Rüstung. Die Schlusslichter in puncto Chancen heißen Chemie sowie Fahrzeug- und Maschinenbau, weil dort die Krise sitzt. Große Unternehmen in Deutschland kündigen ja auch schon Sparprogramme und Stellenabbau an und führten diese auch zum Teil schon aus. Von der Bundesregierung wünschen sich demnach 66 Prozent noch immer einen Bürokratieabbau. Und 54 Prozent warten auf die Senkung der Energiepreise. Auch Steuererleichterungen für Unternehmen rangieren in der Umfrage vorne mit dabei. Und leider gibt es noch andere Einschätzungen ...

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