PTZ Weidner Pfiffige Trennentechnik vereinfacht Ringherstellung

Autor / Redakteur: Andreas Weidner / Peter Königsreuther

Ringe gehören eher zu den versteckten Komponenten, zählen aber zu den elementaren Bauteilen. Man denke etwa an Lager ür Windkraftanlagen. Ein spezielles Trennverfahren zu deren Herstellung spart nun Material und steigert die Produktivität.

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Mit dem besonderen Kombinationsverfahren von PTZ Weidner für die Herstellung von Ringen werden auch bei großen Werkstücken hohe Oberflächenqualitäten erreicht. Hier liegt diese bei Ra = 3,2 an der Trennfläche. NACHTRAG: PTZ Weidner hat am 03. August 2017 berichtet, dass man das hier noch mit rund 3 mm gemessene Trennspaltniveau um 1 mm, auf lediglich 2 mm reduzieren konnte.
Mit dem besonderen Kombinationsverfahren von PTZ Weidner für die Herstellung von Ringen werden auch bei großen Werkstücken hohe Oberflächenqualitäten erreicht. Hier liegt diese bei Ra = 3,2 an der Trennfläche. NACHTRAG: PTZ Weidner hat am 03. August 2017 berichtet, dass man das hier noch mit rund 3 mm gemessene Trennspaltniveau um 1 mm, auf lediglich 2 mm reduzieren konnte.
(Bild: Weidner)

Nahtlos gewalzte oder geschmiedete Ringe werden in nahezu allen erdenklichen Industriezweigen wie Maschinenbau, Luft- und Raumfahrt, Windenergieanlagen, Chemie- und Anlagenbau, Offshore-Technik, Nutzfahrzeugen und Schiffsbau eingesetzt. Als Flansche, Dicht-, Turbinen-, Einstellringe, Lager-, Lenk- oder Drehkränze werden sie in unterschiedlichen Größen eingesetzt. Damit besteht eine große Nachfrage nach Ringen in den verschiedensten Industriezweigen.

Die Stahlindustrie geriet in den letzten Jahren zunehmend unter Druck durch steigende Rohstoffpreise, Energiekosten, Lohnkosten und vermehrt Konkurrenz aus Billiglohnländern. Einsparpotenziale sind hauptsächlich im Rahmen der langen Bearbeitungszeiten sowie bei den Material-, Werkzeug- und Energiekosten zu finden.

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Nachteile der Fertigung auf einem Ringwalzwerk

Das neu entwickelte Trennverfahren von PTZ Weidner besteht aus einer horizontal angeordneten Kombination eines neuartigen Greifers mit einer präzisen Trenneinheit. Neben den hervorragenden Ergebnissen in der Oberflächenqualität und der Möglichkeit, auch sehr schmale Ringe kalt und deformationsfrei trennen zu können, ergeben sich Kosteneinsparungen durch reduzierten Ausschuss und verkürzte Bearbeitungszeiten. Gleichzeitig erhöhen sich Arbeitssicherheit und Produktqualität. Von einem Strang wird das Einsatzmaterial für die Ringe abgesägt, anschließend wird das Einsatzmaterial auf Umformtemperatur erhitzt. Die erste Umformung erfolgt durch das Stauchen und Lochen des Rohlings. Danach muss der Ringrohling nochmals auf Umformungstemperatur erhitzt werden, um auf einem Ringwalzwerk auf die gewünschten Abmessungen ausgewalzt werden zu können. Auf die Planflächen des gewalzten Rings werden, je nach Durchmesser, Materialzugaben von 4 bis 25 mm zugegeben. Diese benötigt der Bearbeiter um eine saubere Oberfläche nach der Zerspanung zu erreichen.

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