Suchen

Plasmaschneiden Plasmaschneiden unter Wasser schont Mensch und Umwelt

| Autor / Redakteur: Jürgen H. Krenzer / Peter Königsreuther

Wer Stahl- oder Aluminiumkomponenten per Plasmaanlage zuschneidet, der setzt sich dabei auch Lärm, Staub und Gasen aus. Ein Silo- und Anlagenbauer nutzt jetzt die Möglichkeit, das präzise Plasmaschneiden unter Wasser durchzuführen, um seine täglichen 300 m Trennlinie nahezu emissionsfrei zu erreichen.

Firmen zum Thema

Bild 1: Das Plasmaschneiden von Aluminium- oder Stahlblech unter Wasser verursacht kaum Emissionen und ist so leise wie ein handelsüblicher Wasserkocher.
Bild 1: Das Plasmaschneiden von Aluminium- oder Stahlblech unter Wasser verursacht kaum Emissionen und ist so leise wie ein handelsüblicher Wasserkocher.
(Bild: Oerlikon )

Siloanlagen bis maximal 6 m Durchmesser und 35 m Höhe produziert die Eichholz Silo- und Anlagenbau GmbH & Co. KG im niedersächsischen Schapen. Per Unterwasser-Plasmaschneiden entstehen mit täglich rund 300 m Schnittlänge die erforderlichen Blechkomponenten. Jährlich mehrere Hundert Tonnen Aluminium- und Edelstahlblech werden mit dort mit dieser speziellen Schneidtechnik verarbeitet. Eichholz hat eine Anlage von Oerlikon Schweißechnik nun seit über einem Jahr in Betrieb und konnte sich in diesem Zeitraum von der Zuverlässigkeit überzeugen.

Eichholz behauptet erfolgreich eine marktführende Position im Bereich hochwertiger Siloanlagen. Der präzise und wirtschaftliche Zuschnitt der groß dimensionierten Blechkomponenten bildet eine Kernkompetenz. 1996 nahmen der heutige Produktionsleiter Helmut Kock und seine Mitarbeiter bei Eichholz die erste Unterwasser-Plasmaschneidanlage in Betrieb genommen.

Bildergalerie

Bildergalerie mit 5 Bildern

Effektiv arbeitende Plasmaschneidanlagen sind ein Kernpunkt der Wertschöpfung

Sie stammte damals von SAF, heute Bestandteil der Air-Liquide-Gruppe und Muttergesellschaft der Oerlikon Schweißtechnik GmbH in Eisenberg. Nach 15 Jahren Produktion im Zweischichtbetrieb registrierte Eichholz den Bedarf einer leistungsstärkeren Schneidanlage. Gründliche Marktrecherchen und -vergleiche gingen der geplanten Investition voraus. Die gewünschten Funktionen samt bestem Komplettpaket zu einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis hat schließlich Oerlikon angeboten – und die Entscheider bei Eichholz überzeugen können.

Die Wahl fiel auf die Hochpräzisions-Plasmaschneidanlage namens Alphatome II 35 HPC in Kombination mit dem Plasmaschneidgerät Nertajet HP 300. Im Lieferpaket eingeschlossen sind der Brenner CPM 300 wi für Vortex-Unterwasserschneidtechnik und die CNC mit integrierter automatischer Datenbank. Die bei Eichholz genutzten Anlagen tragen in erheblichem Umfang zur Wertschöpfung bei, wie die dortigen Experten sagen. Mit der Alphatome II habe Eichholz nun die passende Anlage für sich gefunden. Diese Präzisions-Hochleistungsschneidmaschine ist auf eine maximale Stromstärke von 300 A ausgelegt immerhin mehr als das Doppelte im Vergleich zu der bisher verwendeten 120-A-Type. Die Alphatome II schneidet sowohl Aluminium als auch Stahl und bringt folgende technische Daten ins Spiel:

  • maximale Schneiddicke von 50 mm
  • Schneidgeschwindigkeit 10,0 m/min
  • Verfahrgeschwindigkeit 22,0 m/min
  • Führungsgenauigkeit ± 0,1 mm
  • Arbeitsbreite 3500 mm
  • Fahrbahnlänge 17.000 mm

Und die Daten der Schneidstromquelle Nertajet HP 300 lauten:

  • Schneidstrom 15 bis 300 A
  • Leistungsaufnahme 85 kVA
  • Einschaltdauer 100 %

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 39704290)