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Mayr Antriebstechnik Pneumatische Sicherheitsbremsen mit Hydraulikkraft

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Mayr Antriebstechnik erweitert die Baureihe Roba-Guidestop um eine leistungsstarke, pneumatisch gelüftete Version.

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Mit der pneumatischen Roba-Guidestop bietet Mayr Antriebstechnik ein Bremskonzept, das sowohl die hohen Sicherheitsanforderungen erfüllt als auch ohne den Einsatz von Hydraulik eine hohe Leistungsdichte erreicht.
Mit der pneumatischen Roba-Guidestop bietet Mayr Antriebstechnik ein Bremskonzept, das sowohl die hohen Sicherheitsanforderungen erfüllt als auch ohne den Einsatz von Hydraulik eine hohe Leistungsdichte erreicht.
(Bild: Mayr Antriebstechnik)

Mit diesem Bremskonzept, das sowohl die ständig wachsenden Sicherheitsanforderungen erfüllt als auch ohne den Einsatz von Hydraulik eine hohe Leistungsdichte erreicht, will das Unternehmen neue Standards setzen.

Hydraulich gelüftete Sicherheitsbremsen

Für Maschinen, in denen bereits ein Hydrauliksystem zur Verfügung steht, können Anwender weiterhin auf die hydraulisch gelüfteten Sicherheitsbremsen Roba-Guidestop zurückgreifen, so der Hersteller. Dort, wo erst ein Hydrauliksystem installiert werden müsste, um eine Bremse mit hohen Haltekräften zu betreiben oder aber mehrere Bremsen nötig wären, um entsprechende Kräfte zu erreichen, kommen jetzt die pneumatisch gelüftete Sicherheitsbremse zum Einsatz. Sie klemme Profilschienen positionsgenau und spielfrei und erreiche dabei dieselben hohen Haltekräfte wie die hydraulische Ausführung der Bremse.

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Innovatives Konzept mit Druckverstärker

Geöffnet wird die pneumatische Sicherheitsbremse mit Druckluft von 20 bis 30 bar. Um den nötigen Betriebsdruck zu erreichen, komme zusammen mit der Bremse ein kompakter Druckverstärker zum Einsatz, der den in Pneumatiknetzen üblichen Systemdruck von 4 bis 6 bar rein mechanisch, ohne Fremdenergie steigert. Dieses Konzept ermögliche eine punktuelle Druckerhöhung direkt vor der Bremse, also unmittelbar dort im System, wo der höhere Druck gebraucht werde – somit genügen kurze Hochdruckleitungen, heißt es. Die pneumatische vorgestellte Sicherheitsbremse ist in fünf Baugrößen – jeweils in Standardbauform und in kompakter kurzer Ausführung – erhältlich und deckt damit Haltekräfte von 1 bis 34 kN ab. Sie ist für verschiedene Schienenbaugrößen der gängigen Linearführungshersteller designt.

Sicherheit durch direkte Klemmung

Genau wie die hydraulische Ausführung der Bremse wirkt auch die pneumatische Roba-Guidestop Sicherheitsbremse mit sehr hoher Steifigkeit direkt auf die Linearführung, so der Hersteller. Sie ist so unmittelbar an den Massen angebracht, die gehalten werden sollen. Dies bringe gerade bei schwerkraftbelasteten Achsen, wenn das Gefährdungsrisiko von Personen minimiert werden soll, einen entscheidenden Vorteil: Antriebselemente zwischen Motor und bewegter Masse wie zum Beispiel Spindel, Spindelmutter, Wellenkupplung oder Getriebe haben somit keinen Einfluss auf die Sicherheit – anders als bei Konzepten mit Motorbremse, wo alle Antriebselemente das Bremsmoment bis zum Schlitten übertragen. Systeme mit Roba-Guidestop-Sicherheitsbremsen ermöglichen eine wesentlich höhere Steifigkeit als Lösungen mit in Servomotoren integrierten rotatorischen Bremsen, heißt es weiter.

Fail-Safe-Prinzip

Wie alle Sicherheitsbremsen von Mayr Antriebstechnik arbeiten auch die Bremsen der Roba-Guidestop-Baureihe nach dem Fail-Safe-Prinzip, das heißt, sie sind im energielosen Zustand geschlossen und sollen so in Maschinen und Anlagen rund um den Globus zuverlässig für höchste Betriebs- und Funktionssicherheit sorgen.

Chr. Mayr auf der Motek 2016: Halle 6, Stand 6325

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