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Schuler

Pressenbauer wächst dank China und neuer Marktsegmente

| Autor: Stéphane Itasse

Schuler-CEO Stefan Klebert will stärker auf das mittlere Preissegment setzen, um das Angebot des Pressenherstellers besser an lokale Marktbedürfnisse, beispielsweise in Asien, anzupassen.
Schuler-CEO Stefan Klebert will stärker auf das mittlere Preissegment setzen, um das Angebot des Pressenherstellers besser an lokale Marktbedürfnisse, beispielsweise in Asien, anzupassen. (Bild: Itasse)

Dank einer klaren Steigerung in Asien, aber auch durch Orders in neuen Marktsegmenten hat die Schuler AG, Göppingen, im Geschäftsjahr 2014 ein Plus beim Auftragseingang verbucht. Die Neubestellungen legten um 2,6 % auf 1,19 Mrd. Euro zu, womit der Pressenbauer über dem Durchschnitt deutsche Werkzeugmaschinenindustrie liegt.

„Deutliche Zuwächse erzielten wir in Asien, darunter einer der größten Aufträge in unserer 175-jährigen Firmengeschichte. Wir verzeichneten ferner wichtige Bestellungen in neuen Marktsegmenten wie etwa für Anlagen zur Herstellung von Großrohren“, sagte Schuler-CEO Stefan Klebert am Donnerstag bei der Bilanzvorlage in Stuttgart. Gemessen am Gesamtauftragseingang war der asiatische Markt mit einem Anteil von 34,1 % der zweitgrößte Absatzmarkt nach Europa mit 45,9 %. „Asien ist bei uns fast ausschließlich China“, erläuterte Klebert weiter, „daran sieht man, wie wichtig dieser Markt für uns ist.“

Effizienzprogramm erhöht Gewinn von Schuler

So ist es nur folgerichtig, dass auch der größte Auftrag des Geschäftsjahres mit einem Volumen von mehr als 150 Mio. Euro aus China kam: FAW Volkswagen Automotive Co., Ltd., bestellte drei Pressenlinien und drei Servopressen zur Werkzeugerprobung und -einarbeitung für Werke in China. Des Weiteren orderte der mexikanische Hersteller Tuberías Procarsa ein komplettes Rohrwerk.

Trotz eines leicht auf 1,18 Mrd. Euro gesunkenen Umsatzes hat Schuler im Geschäftsjahr 2014 ein Ergebnisplus verbucht. Der Betriebsgewinn (Ebita) stieg um 3 % auf 104,1 Mio. Euro, die Ebita-Marge auf 8,8 %. Damit übertrafen die Göppinger die ursprüngliche Prognose (1,1 Mrd. Euro und Ebita-Marge von 6 bis 7 %), die im Jahresverlauf aufgrund guten Geschäftsverlaufs und positiver Einmaleffekte durch das Effizienzsteigerungsprogramm erhöht wurde. Das Konzernergebnis erhöhte sich um 5,2 Mio. Euro auf 66,9 Mio. Euro.

70 % des für 2015 geplanten Umsatzes hat Schuler bereits als Aufträge

Für das laufende Jahr zeigt sich Schuler zuversichtlich. Aufgrund eines Auftragsbestands von über 1 Mrd. Euro und weltweit guten Projektaktivitäten rechnet das Unternehmen mit einer weiteren Umsatzsteigerung. „Wir haben bereits 70 % des für 2015 geplanten Umsatzes als Auftragsbestand“, erläuterte Klebert. Auch die Weiterführung des Strategieprogramms Zusammenwachsen 2.0 zur Effizienzsteigerung und Optimierung der Kostenstruktur trage dazu bei, dass sich Schuler gut gerüstet sehe. Zum Bilanzstichtag beschäftigte Schuler 5423 Mitarbeiter. Im Rückgang von 2,8 % spiegle sich die Straffung in Produktion und Verwaltung vor allem in Deutschland wider. Auf der anderen Seite schafft Schuler nach eigenen Angaben neue Stellen, auch in Deutschland, in Forschung und Entwicklung, Konstruktion, Projektmanagement und im Service.

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