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Schuler will im mittleren Marktsegment expandieren
Aufgrund des erwarteten Wachstums in Asien will Schuler künftig stärker am mittleren Marktsegment teilhaben und hat dafür auch einen Entwicklungsschwerpunkt geschaffen. So hätten die Göppinger kürzlich ein Projekt zur Lokalisierung einer 800-t-Monoblock-Presse in China gestartet, die dort im Mai auf den Markt kommen soll. „Diese Maschine wird eine andere Steuerung und möglicherweise andere Komponenten haben“, sagte Klebert. Die von den chinesischen Mitarbeitern angepasste Presse dürfte rund 30 % billiger sein, schätzte er weiter. Ein weiteres Beispiel ist der Stanzautomat MSC-2000, den Schuler im Herbst 2014 auf der Euroblech vorgestellt hatte.
Ihre Position im oberen Marktsegment wollen die Göppinger dafür aber keinesfalls aufgeben, „da ist auch kein Fragezeichen dran“, betonte der Schuler-CEO. Bis zum Jahr 2020 soll der Pressenhersteller mit dieser Strategie seinen Umsatz auf 2 Mrd. Euro steigern, im Wesentlichen durch organisches Wachstum.
Seine Ambitionen untermauert der Pressenhersteller mit einem großen Investitionsprogramm: Nach circa 30 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2014 sollen es im laufenden Jahr 90 Mio. Euro werden. So entsteht am Stammsitz In Göppingen für über 40 Mio. Euro ein Technologie- und Entwicklungszentrum, der Spatenstich ist für den Sommer geplant. Ebenfalls in Göppingen soll ein Forschungs- und Trainingszentrum für das Formhärten entstehen. In Tianjin, 150 km südöstlich von Beijing, errichtet Schuler für 10 Mio. Euro ein Vorführzentrum. Zugleich werden dort Lamellenträger für die Automobilindustrie hergestellt. „Eine Presse ist zu teuer, damit sie einfach nur dasteht, sie muss produzieren“, erläuterte Klebert.
Schuler bleibt solide finanziert
Bei den weiteren Finanzkennzahlen erhöhte sich der Nettofinanzstatus (liquide Mittel abzüglich Finanzschulden) von 202,2 auf 403,9 Mio. Euro. Das Eigenkapital stieg von 302,0 auf 322,0 Mio. Euro bei einer Eigenkapitalquote von 28,6 %. „Sie bewegt sich an der 30%-Schwelle. Dies ist unser Ziel, um Schuler eine langfristig solide finanzielle Basis zu geben“, sagte Finanzvorstand Norbert Broger. Geradezu glänzend steht Schuler bei der Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) da: Im Geschäftsjahr 2014 erreichte sie 38,8 %. Einen Wermutstropfen gab es hingegen bei den Pensionsrückstellungen. Aufgrund der aktuell niedrigen Zinsen mussten sie in der Bilanz um 31 Mio. Euro erhöht werden. „Das Problem betrifft aktuell alle großen Unternehmen“, sagte Broger.
| 01.01 - 31.12.2014 | 01.10.2012- 30.09.2013 | ||
|---|---|---|---|
| Umsatz | Mio. Euro | 1178,5 | 1185,9 |
| Auftragseingang | Mio. Euro | 1193,7 | 1163,3 |
| Auftragsbestand² | Mio. Euro | 1057,9 | 1087,9 |
| Ebita | Mio. Euro | 104,1 | 101,1 |
| Ebit | Mio. Euro | 102,2 | 98,3 |
| EBT | Mio. Euro | 100,7 | 89,7 |
| Konzernergebnis | Mio. Euro | 66,9 | 61,7 |
| Ebita-Marge | % | 8,8 | 8,5 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | Mio. Euro | 152,9 | 129,0 |
| Bilanzsumme² | Mio. Euro | 1125,8 | 997,3 |
| Eigenkapital² | Mio. Euro | 322,0 | 302,0 |
| Eigenkapitalquote² | % | 28,6 | 30,3 |
| Nettofinanzstatus² | Mio. Euro | 403,9 | 202,2 |
| ROCE | % | 38,8 | 28,4 |
| Mitarbeiter inklusive Auszubildende | Anzahl | 5423 | |
| 1 Im Jahr 2014 erfolgte die Umstellung vom abweichenden Geschäftsjahr auf das Kalender-Geschäftsjahr. 2013 war ein Rumpfgeschäftsjahr. Das letzte zwölfmonatige Geschäftsjahr war 2012/13. | |||
| ² 31.12.2014 beziehungsweise 30.09.2013 | |||
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