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Renishaw auf der EMO Hannover

Prozesskontrolle und -automation für CNC-Bearbeitung

| Redakteur: Simone Käfer

Auf der EMO Hannover zeigt Renishaw dieses Jahr unter anderem seine Messsysteme für Werkzeugmaschinen zur schnellen Werkstückeinrichtung und Kontrolle von Bearbeitungsprozessen.

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Elektrofahrzeugteile bei der Prüfung auf Renishaws Prüfgerät Equator.
Elektrofahrzeugteile bei der Prüfung auf Renishaws Prüfgerät Equator.
(Bild: Renishaw)

Für ein schnelles und genaues Scannen auf CNC-Werkzeugmaschinen bietet Renishaw Messsysteme an, die über die Sprint-Technik mit der 3D-Sensortechnik des Renishaw OSP­60-Messtasters verbunden sind. Die Sprint-Technik kann entweder mit Supascan oder dem Productivity+Scanning-Softwarepaket verwendet werden. Supascan ist laut Hersteller ideal für eine schnelle, problemlose Einrichtung einfacher Werkstücke. Messzyklen können mithilfe von Makrocodes programmiert werden. Das System kann die Oberflächenbeschaffenheit von Werkstücken überwachen und einfache Formmessungen erfassen. Das Softwarepaket Produc­tivity+­Scanning eignet sich ideal für anspruchsvollere Messungen von Freiformflächen, wie an Turbinenschaufeln und Formwerkzeugen. Das Softwarepaket enthält zahlreiche anwendungsspezifische Toolkits, die mit der Software Productivity+Active Editor Pro programmiert werden können.

Werkzeugkorrektur an der CNC-Maschine automatisieren

Ein bereits bekanntes Prüfgerärt von Renishaw ist der Equator. Der Werkstückevermesser ermöglicht eine intelligente Prozessüberwachung von Fertigungszellen und Montagestraßen über äußerst wiederholgenaue, thermisch unempfindliche, vielseitige und neu programmierbare Messungen in der Produktionsumgebung, beschreibt ihn der Hersteller selbst. Auf seinem Messestand führt Renishaw die Einsatzmöglichkeiten des Prüfgeräts an verschiedenen Komponenten und Baugruppen vor, unter anderem auch an Elektromotoren. Sie sehen dort mehrere Equator-Prüfgeräte bei der Messung verschiedener Motor- und Getriebekomponenten für Elektro- und Hybridfahrzeuge.

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Verbindet man den Equator mit Renishaws Software für die Prozesskontrolle (IPC), erhält man eine automatisierte Prozesssteuerung und Werkzeugkorrektur direkt an ihren CNC-Maschinen. Durch die Einbindung des Prüfgeräts in CNC-Prozesse können Messungen und Prozesskorrekturen schnell während des Fertigungsprozesses durchgeführt werden. Verzögerungen werden vermieden und die Teile müssen auch nicht mehr durch eine Endkontrolle am Ende des Fertigungsprozesses geprüft werden. Das Prüfgerät ist in den Varianten Equator 300 und Equator 500 erhältlich.

Für die Messung von Geometrie- und Rotationsfehlern

Ein Lasersystem zur Geometriemessung ersetzt Normale wie Granit-Messplatten und Prüflineale, die zu kalibrieren sind und mit Kostenaufwand transportiert werden müssen. Renishaw hat XK10, ein Lasersystem zur Geometriemessung, entwickelt, um sowohl Aufbau als auch Geometriemessung von Werkzeugmaschinen zu unterstützen und Kalibriernormale zu ersetzen. Es kann an linearen Führungen eingesetzt werden, um deren Geradheit, Rechtwinkligkeit, Ebenheit, Parallelität und Nivellierung sicherzustellen, und um die Spindelrichtung und Koaxialität von Drehmaschinen zu beurteilen. Mit seiner Echtzeit-Anzeige können diese Abweichungen direkt während des Aufbaus gemessen und ausgerichtet werden. Darüber hinaus ist das XK10 ein leistungsfähiges Diagnosetool, so Renishaw, um Fehlerquellen nach einer Kollision oder im Rahmen einer regelmäßigen Wartung zu ermitteln. Das XK10 kann geometrische und rotierende Komponenten für Maschinen mit Achsenlängen bis zu 30 m messen und ausrichten. Das eigenständige modulare System wird an Maschinenführungen befestigt.

3D-Druck mit 4 Lasern

Auch mit in Hannover hat Renishaw eine Pulverbettmaschine zur Additiven Fertigung. Auf seinem Messestand führt Renishaw vor, wie die Multilasermaschine RenAM 500Q Metallkomponenten additiv herstellt. Die Maschine verfügt über vier 500-W-Laser, die alle gleichzeitig Zugang zur gesamten Pulverbett oberfläche haben. So wird eine deutlich höhere Bauanzahl, mit einer erheblich besseren Produktivität und weniger Kosten pro Teil erreicht, meldet der Hersteller. Erwähnenswert ist das automatische Pulverhandling. Es ermöglicht einen durchgängigen Bauprozess, die Bedienzeit reduziert und einen hohen Grad an Systemsicherheit gewährleistet. Renishaws Software Infini-AM-Central ergänzt das Angebot. Sie ist für die ferngesteuerte Prozessüberwachung von Systemen zur Additiven Fertigung konzipiert.

Renishaw finden Sie auf der EMO Hannover in Halle 6 an Stand D48.

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