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Membranpumpenköpfe mit PTFE-Membran gewährleisten hohe Betriebssicherheit
Die Membranpumpenköpfe mit PTFE-Membran gewährleisten zusammen mit verschiedenen Membranlagensteuerungen eine hohe Betriebssicherheit. Bei Drücken bis 400 bar wird das DPS-Schutzsystem (Diaphragma Protection System) eingesetzt. DPS steuert die Membranbewegung und sorgt dafür, dass sich die Membran immer im optimalen Arbeitsbereich bewegt.
Unabhängig von äußeren Einflüssen (problematische Betriebsbedingungen, grobe Fehlbedienung) ist sichergestellt, dass die Bewegung der Membran vorgegebene Grenzen nicht überschreitet. Eine vorzeitige Beschädigung der Membran durch Überdehnung ist ausgeschlossen. Bei höheren Drücken wird auf die klassische Membranlagensteuerung mit Hydraulikventilen zurückgegriffen. Diese Technologie ist wegen der kleineren Schadräume insbesondere für hohe Drücke besser geeignet.
Membranschutzsysteme mit zusätzlichem Überwachungssystem
Beide Membranschutzsysteme umfassen zusätzlich ein Membranüberwachungssystem in Kombination mit einer mehrlagigen PTFE-Sandwichmembran. Dieses Überwachungssystem zeigt Beschädigungen einer Membranlage etwa durch Verschleiß zuverlässig an.
Wo bieten solche Prozessmembranpumpen neue Einsatzmöglichkeiten beziehungsweise eine Alternative zu herkömmlichen Lösungen? Etwa hierbei:
- Hochdruckförderung von CO2 für Extraktionsprozesse. Für das Fördern des CO2 wird üblicherweise eine Membranpumpe mit entsprechenden Kühlvorrichtungen und Wärmeisolation verwendet. Um die Löslichkeit des überkritischen CO2 zu verbessern, geht der Trend zu immer höheren Drücken – aktuell bis 1000 bar, in Einzelfällen sogar bis 5000 bar.
- Hochdruckinjektion von Methanol, Glykolen und LDHI in der Öl- und Gasindustrie bei Drücken > 400 bar.
- Sprühtrocknung von Waschmitteln: Dabei wird ein Konzentrat aus einer Waschmittellösung unter Hochdruck mit Düsen in einem Trocknungsturm versprüht.
- Wo PTFE-Membranen an ihre Grenzen stoßen, also bei höheren Temperaturen, bei Fördermedien, die PTFE chemisch angreifen (wie Fluor), und wenn eine hohe Diffusionsdichtheit gefordert ist, kann der Betreiber Lewa-Pumpenköpfe mit Metallmembranen für Drücke bis 1200 bar einsetzen
* Matthias Sauter ist Leiter Forschung und Entwicklung bei der Lewa GmbH in 71229 Leonberg.
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