PUR als FVK-Matrix PUR als Matrixalternative für Composite-Verarbeiter

Autor / Redakteur: Peter Königsreuther / Peter Königsreuther

Epoxidharz-Rezepturen bilden das Standard-Matrixsystem für Faserverbundkunststoffe (FVK). Seit einiger Zeit drängen auch Polyurethane (PUR) als Matrixwerkstoffe auf den Markt. Genauere Informationen über den Stand dieser Technik und deren Vorteile, konnten sich die Besucher einer AVK-Auftaktveranstaltung zu diesem Thema jüngst in Frankfurt am Main vermitteln lassen.

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CFK und andere Composites werden meist mit einer Matrix aus Epoxidharzsystemen getränkt und ausgehärtet. Seit einiger Zeit drängen aber alternative Matrixkonzepte auf Polyurethanbasis (PUR) in den Fokus der Industrie. Um diese Technik bekannter zu machen, hat die AVK vor Kurzem zu einer ersten, und sehr erfolgreichen, Informationsveranstaltung eingeladen. Drei Referenten und über 60 Zuhörer ließen sich diese Gelegenheit nicht entgehen.
CFK und andere Composites werden meist mit einer Matrix aus Epoxidharzsystemen getränkt und ausgehärtet. Seit einiger Zeit drängen aber alternative Matrixkonzepte auf Polyurethanbasis (PUR) in den Fokus der Industrie. Um diese Technik bekannter zu machen, hat die AVK vor Kurzem zu einer ersten, und sehr erfolgreichen, Informationsveranstaltung eingeladen. Drei Referenten und über 60 Zuhörer ließen sich diese Gelegenheit nicht entgehen.
(Bild: Cannon)

Weil Polyurethane gewisse Vorteile für die Hersteller von Faserverbundstrukturen aufweisen, rücken diese in ihren Eigenschaften flexibel anpassbaren Polymere zusehends in den Fokus der Branche. Ihre Verarbeitung. Der Industrieverband Verstärkte Kunststoffe (AVK) hat deshalb Anfang Juli zu einer ersten kleinen Informationsveranstaltung zu diesem Thema eingeladen. Ziel dabei war es, anhand von Vorträgen und sich anschließender Diskussionsrunde den Wissensbedarf der Branche unter die Lupe zu nehmen. Drei Vortragsprotagonisten vermittelten dabei Informationen zu Materialsystemen, Verfahrenstechnik, Anwendungsmöglichkeiten und den besonderen Eigenschaften von Polyurthanen im Vergleich zu den üblichen Epoxidharzsystemen.

PUR fristet immer noch ein Schattendasein

Denn Polyurethane sind in diesem Bereich kein Newcomer, wie Dr.-Ing. Ingo Kleba von Rühl Puromer bei seinem Vortrag anmerkte. Kleba bemängelte jedoch, dass PUR bei vielen Experten der Compositebranche noch zu wenig geschätzt werde. Der AVK-Geschäftsführer und Gastgeber Dr. Elmar Witten hatte deshalb bewusst nicht nur AVK-Mitglieder zu dieser Event-Premiere eingeladen. Prompt kamen über 60 interessierte aus Industrie und Forschung, um sich über die Matrixalternative PUR aufklären zu lassen und um zu erfahren, wie es um die Technik steht und was man vom Einsatz dieses Duromeren in Composites erwarten kann sowie welche Potenziale für die Zukunft bestehen, um Faserverbundwerkstoffe vielleicht sogar Großserientauglich zu machen, was eine der zur Zeit größten Hürden etwa für den Masseneinsatz von gewichtsreduzierenden und damit ressourcenschonenden CFK-Komponenten im Automobilbau darstellt.

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