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Rapid.Tech nimmt Software und Arbeitsschutz mit ins Programm

| Autor: Simone Käfer

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Ein Vortrag auf der Rapid.Tech berichtet über „Spotify by Schubert“, einen On-Demand-​Service des Verpackungs­maschinenherstellers Schubert.
Ein Vortrag auf der Rapid.Tech berichtet über „Spotify by Schubert“, einen On-Demand-​Service des Verpackungs­maschinenherstellers Schubert.
(Bild: ©Frieder Daubenberger)

Dem sicheren Datenaustausch, Urheberrecht und dem Aufbau gesicherter Lieferketten hat die 16. Rapid.Tech + Fabcon 3.D ein eigenes Forum eingeräumt. In „Software & Prozesse” schlagen die Vorträge den Bogen von der 3D-Druck-gerechten Gestaltung unternehmensinterner Entwicklungs- und Produktionsprozesse über den Aufbau sicherer Abläufe zwischen mehreren Partnern bis hin zu neuen, disruptiven Geschäftsmodellen, die erst mittels Additiver Fertigung (AM) möglich werden. Die Redner kommen aus schon länger etablierten Unternehmen wie Autodesk, Dassault Systèmes oder dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, aber auch aus rein auf Additive Fertigung spezialisierten Start-ups. So spricht 3Dpartzz über den Aufbau einer virtuellen Lagerhaltung für additiv gefertigte Industrieteile und wie mit diesem Geschäftsmodell 3D-Druck für den Mittelstand interessant wird.

Neues Forum zu Normung und Arbeitsschutz

Dr. Christian Seidel leitet die Additive Fertigung am Fraunhofer-IGCV und verantwortet die inhaltliche Ausrichtung des Forums „Normung und Arbeitsschutz”.
Dr. Christian Seidel leitet die Additive Fertigung am Fraunhofer-IGCV und verantwortet die inhaltliche Ausrichtung des Forums „Normung und Arbeitsschutz”.
(Bild: Fraunhofer-IGCV)

Erstmals auf der Agenda steht auch „Normung & Arbeitsschutz“. „Im Forum beleuchten wir das noch junge Themenfeld Normung & Arbeitsschutz dabei aus den Blickwinkeln der verschiedenen Akteure“, sagt Dr. Christian Seidel, der die inhaltliche Ausrichtung des Forums verantwortet, „und fördern somit den Austausch zwischen Anwendern, Rechtsvertretern, Versicherern, Prüfexperten und Forschern.“

Über das Thema Arbeitssicherheit beim Laserstrahlschmelzen referieren Philip Schmidt und Tobias Kolb von Robert Bosch aus der Sicht eines Anwenders. Das Zulassungsprozedere für 3D-gedruckte Komponenten, beispielsweise als Ersatzteile in Schienenfahrzeugen, thematisiert Arvid Eirich von Mobility goes Additive. Dr. Renate Beisser vom Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung Berlin stellt das Thema der Gefahr­stoffemissionen aus 3D-Druckern in den Mittelpunkt ihres Referats und berichtet über ein Projekt, in dem mögliche gesundheitliche Gefährdungen von Beschäftigten durch additive Fertigungsverfahren erforscht wurden. Ein praxisorientiertes Vorgehen für einen anwendungssicheren Laserstrahl-​Schmelzprozess mit Metallpulvern im Rahmen der VDI-Richtlinie 3405 hat der Lehrstuhl Umweltgerechte Produktionstechnik der Universität Bayreuth entwickelt. Diese konkrete Handlungsempfehlung stellt Christian Bay, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl, vor. Insgesamt werden in mehr als 100 Vorträgen in 14 fach- und branchenbezogenen Foren die neuesten Entwicklungen, Trends und Ergebnisse zu additiven Technologien und Anwendungen aus Theorie und Praxis vorgestellt.

Raum zum Netzwerken und Platz für Ideen

Zum optimalen Wissens- und Erfahrungsaustausch sowie zur Kontaktanbahnung und -pflege tragen ebenso die 3D Printing Conference sowie die neu strukturierten Ausstellerflächen und Netzwerkangebote in der Ausstellung bei. Außerdem findet zum vierten Mal die 3D Pioneers Challenge statt, in der Ideen gezeigt und prämiert werden, die über den Tellerrand hinausschauen. Die Disziplinen für 2019 sind: Design, Digital, Architektur, Material, Fashion-​Tech, Medtech, Mobilität, Nachhaltigkeit. Dieses Jahr sind über 200 Aussteller aus dem In- und Ausland für die Rapid.Tech angemeldet. Außerdem erwartet der Veranstalter Messe Erfurt für 2019 wieder mehr als 5000 internationale Fachbesucher und Kongress­teilnehmer.

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Über den Autor

Simone Käfer

Simone Käfer

Redakteurin für Additive Fertigung, Werkstoffe und Materialfluss, Vogel Communications Group