Synchronreluktanzmotoren Reluktanzmotor für Pumpenanwendungen erreicht Effizienzklasse IE4

Redakteur: Stefanie Michel

Seit kurzem produziert KSB im Werk Halle an der Saale die hocheffizienten Elektromotoren der Baureihe Supreme in Serie. Sie sind als Synchronreluktanzmotoren ausgeführt und weisen bereits eine um 15 % geringere Verlustleistung, als nach IE3 gefordert ist, auf.

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Die Produktion des IE4-Supreme-Motors von KSB ist Ende März 2012 im Werk in Halle an der Saale angelaufen.
Die Produktion des IE4-Supreme-Motors von KSB ist Ende März 2012 im Werk in Halle an der Saale angelaufen.
(Bild: KSB)

Im Unterschied zu konventionellen Synchronmotoren enthält der Supreme-Motor des deutschen Pumpenherstellers KSB keine Magnetwerkstoffe wie etwa Seltene Erden. Da die neuen Antriebe keine störanfälligen Rotorlagesensoren mehr benötigen, sind sie ebenso robust und zuverlässig wie geregelte Asynchronmotoren. Durch niedrigere Temperaturen im Rotor ist die Lebensdauer ihrer Lager sogar höher.

Der bereits im Jahr 2009 als Prototyp auf der Hannover-Messe präsentierte Antrieb ist mit einem vierpoligen Rotor ausgerüstet. Dieser besteht nur aus einem Blechpaket und kommt ohne Käfig aus. Zur Führung der Feldlinien sind seine Rotorbleche besonders gestaltet.

Synchronreluktanzmotor erfüllt auch zukünftige IE4-Anforderungen

Mit diesen neuen Reluktanzmotoren lassen sich nach Angaben des Herstellers auch zukünftige Anforderungen an sparsame Antriebe von Pumpen erfüllen: Ihre Verlustleistung ist um mindestens 15 % geringer als nach der Effizienzklasse IE3 in der Verordnung EG640/2009 ab 2015 beziehungsweise 2017 vorgeschrieben. Damit erreichen sie schon heute das Effizienzniveau IE4 der IEC/CD 60034-30 Ed. 2.

Der Synchronreluktanzmotor hat im Gegensatz zu Asynchronmotoren auch einen guten Wirkungsgrad, wenn er nicht mit voller Leistung läuft. Genau das kommt in der Realität aber sehr häufig vor, da viele Antriebe im geregelten Betrieb hauptsächlich mit abgesenkter Drehzahl arbeiten.

Eine umfassende Darstellung der Vorteile von Synchronreluktanzmotoren - nämliche erhebliche Energie- und und Ressourceneinsparungen - bietet Ihnen der Aufsatz von Prof. Dr.-Ing. Peter Friedrich Brosch von der Hochschule Hannover, Fakultät I.

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