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Stopa Retrofit statt Neukauf: Fitnesskur für ein Blechlager

| Autor / Redakteur: Jürgen Warmbold / M.A. Frauke Finus

Hobart, Hersteller von gewerblicher Spültechnik, hat sein Stopa-Blechlager modernisieren lassen. Die Schwerpunkte haben auf einem Steuerungstausch, auf neuen Antriebsmotoren für das Regalbediengerät und auf der Implementierung einer zeitgemäßen Lagerverwaltung gelegen. Als Ergebnis freut sich das Unternehmen über eine höhere Anlagenverfügbarkeit und Produktivität.

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Das modernisierte RBG positioniert schneller und genauer, ist weniger störanfällig und trägt folglich erheblich zur höheren Produktivität des Lagers bei.
Das modernisierte RBG positioniert schneller und genauer, ist weniger störanfällig und trägt folglich erheblich zur höheren Produktivität des Lagers bei.
(Bild: Stopa)

Das Restaurant ist bis auf den letzten Platz gefüllt. In der Küche bestücken fleißige Hände zum x-ten Mal die Hobart-Haubenspülmaschine AMX mit Tellern und anderem Geschirr. Eine effiziente Lösung, auf die nicht nur Gastronomiebetriebe setzen. Wesentliche Komponenten der Spülmaschinen bestehen aus Blechen, die das von der Stopa Anlagenbau GmbH gelieferte Blechlager durchlaufen haben. „Um Engpässe zu vermeiden, haben wir in ein Retrofit des 1992 errichteten Lagers investiert. Durch die Modernisierung ist eine hohe Verfügbarkeit gewährleistet, sodass auch Stillstände der angebundenen Blechbearbeitungsmaschinen vermieden beziehungsweise minimiert werden. Da sich zudem das Risiko der Ersatzteilversorgung erledigt hat, ist die Zukunftsfähigkeit des Systems gesichert“, erklärt Manfred Weckenmann, verantwortlich für Investitionsbeschaffung im Strategischen Einkauf bei Hobart.

Wieder auf dem neuesten Stand

Einer der Kernpunkte des Retrofit war der Austausch von Antriebstechnik-Komponenten. So hat Stopa das Zweimast-Regalbediengerät mit neuen Motoren und Getrieben sowie mit Frequenzumrichtern und Drehmomentstützen ausgerüstet. Außerdem arbeitet das RBG heute mit Asynchron-Servomotoren anstelle der bisher genutzten Gleichstrommotoren. Das Hubwerk sowie die Längs- und Gabelfahrt entsprechen somit wieder dem Stand der Technik. Der Hubwerksmotor hat darüber hinaus eine neue Hubwelle erhalten, der Längsfahrtmotor einen Radblock mit neuer Welle. Weckenmann deutet auf das RBG. „Das modernisierte Regalbediengerät positioniert schneller und genauer, ist weniger störanfällig und trägt folglich erheblich zur höheren Produktivität des Lagers bei.“ Ein weiterer wichtiger Inhalt des Retrofit ist der Umbau der Anlagensteuerung von Siemens S5 auf Siemens S7 mit Profibusankopplung einschließlich profibusfähiger Drehgeber gewesen. Durch die Geber lässt sich beispielsweise die Positionierung der Scherenhubtische an den Lagerstationen über die Systemsteuerung anpassen. Drehgeber findet man auch am Hubwerk des RBG für die Positionierung sowie auf der Traverse für die Teleskopgabel, die obendrein mit neuen Sensoren für die Gabelmittenkontrolle ausgestattet ist. Ferner hat Stopa die Längsfahrt mit einem profibusfähigen Positionslaser versehen und für die Datenübertragung zum RBG eine Datenlichtschranke mit Profibusankopplung montiert. Dieter Schweiß, Leiter der Blechfertigung bei Hobart, zeigt auf die ebenfalls neue Stromschiene für die Spannungsversorgung des RBG. „Die Schiene ersetzt eine früher genutzte Energieführungskette, die wir aus der Anlage nahmen, um Kabelbrüchen vorzubeugen.“

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