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Identifikation

RFID & Co. im Unternehmen gewinnbringend einsetzen

| Autor/ Redakteur: Bernd Maienschein / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Automatische Identifikations-(Auto-ID-)Systeme wie die RFID-Technik dienen insbesondere der Unterstützung effizienter, schlanker Unternehmensprozesse. Beispiele sind etwa ein Real Time Location System zur Prozessoptimierung im Autohaus oder RFID-Anwendungen in rauen Produktionsumgebungen.

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RFID-Etikett: Im Unterschied zum Barcode- können RFID-Drucker auch die Tags geeigneter Etiketten mit Informationen beschreiben.
RFID-Etikett: Im Unterschied zum Barcode- können RFID-Drucker auch die Tags geeigneter Etiketten mit Informationen beschreiben.
(Bild: Sato)

Teilnehmer der Anwenderkonferenz am Zentrum für Intelligente Objekte (ZIO) des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen (IIS) in Nürnberg, auf deren Inhalt sich dieser Beitrag wesentlich stützt, konnten sich Ende April 2013 von den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der RFID-Technik überzeugen. Neben RFID und Barcode waren dort auch drahtlose Sensornetze und Lokalisierungssysteme Thema.

Hätte es beispielsweise Redfir schon 1966 gegeben, wäre das berühmte „Wembley-Tor“ im WM-Finale gegen England wohl nicht gegeben worden und die deutschen Kicker hätten womöglich einen vierten Stern auf der Brust. Um eben solchen Spekulationen künftig aus dem Weg zu gehen, hat das Fraunhofer-IIS die innovative funkbasierte Ortungstechnik Redfir entwickelt, die Personen und Objekte, im geschilderten Fall also einen Fußball, in Echtzeit und mit hoher Genauigkeit lokalisiert.

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Schöner Nebeneffekt: Zusätzliche Serviceleistungen winken

Dass das Ganze nicht nur ein Thema für die schönste Nebensache der Welt, sondern eine Technik mit weit höherem Nutzwert ist, beweist die Tagnology Systems GmbH. Ihr Geschäftsführer Frank Wernert berichtet von einer cleveren Anwendung in der weltweit größten BMW-Niederlassung am Frankfurter Ring in München.

Dort kommen täglich zwischen 300 und 400 Fahrzeuge an, werden angenommen, durchlaufen die mehr oder weniger komplizierten Prozesse der Niederlassung, bevor sie der Endabnahme bereitgestellt und von den Kunden abgeholt werden. „Das Spannende daran: Der Kunde will nicht lange warten. Er muss eine klare Auskunft bekommen: Wann ist das Fahrzeug fertig“, so Wernert. Dabei bewegt man sich mit der im BMW-Autohaus installierten Middleware Tagpilot bewusst im Premiumbereich, wo auch ganz andere Serviceleistungen zu berücksichtigen sind als in einem „normalen“ Autohaus.

Prozesse optimieren, um die Zukunft zu meistern

Das installierte Real Time Location System (RTLS) dient insbesondere dem Zweck, die Durchlaufzeiten im Autohaus zu verkürzen und so am Ende des Tages mehr Platz für zusätzliche Aufträge, also Fahrzeuge, zu schaffen. Der eigentliche Grund für das RFID-Projekt bei BMW – lässt man den willkommenen Nebeneffekt des zusätzlichen Servicegedankens beiseite – ist die Tatsache, dass die Ressourcen in der Münchener Niederlassung endlich sind: Nebengebäude und die fehlende Möglichkeit, beliebig in die Höhe und Tiefe zu bauen, machen eine rein räumliche Expansion unmöglich. Allerdings wird bei gleichen Ressourcen eine Steigerung der Fahrzeuganzahl erwartet, die man in den nächsten Jahren zu bewältigen hat. „Das heißt: Wir mussten die Prozesse optimieren, damit man überhaupt in der Lage ist, die Zukunft zu meistern“, erklärt Wernert.

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