Exlar

Roboterschweißen geht druckluftfreie Wege

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Vorteilspektrum von Linearantrieben

  • Auf gleicher Längeneinheit liegen weitaus mehr Kontaktpunkte zwischen Rolle und Gewindespindel. Dadurch werden Lasten erheblich besser abgetragen und die Reibung verringert, was wiederum die Lebensdauer erhöht;
  • Während Kugeln im Umlauf mehrfach die Richtung wechseln und sogar gegeneinander laufen, bleiben die Rollen immer positioniert und synchron mit der Spindel. Damit lassen sich höhere Umdrehungszahlen und Lineargeschwindigkeiten erreichen und Energieverluste reduzieren;
  • Dadurch, dass keine Kugeln „umlaufen“, entsteht weitaus weniger Vibration und Lärm.

Hohlzylinder übernimmt Rotorfunktion

Im nächsten Schritt werden Motor und Spindel kompakt in ein Gehäuse integriert. Statt klassischen Kupplungen oder Riementrieb, respektive Getriebe, nutzt Exlar das sogenannte „Inverted Design“, in dem die Planetenrollen-Gewindeeinheit in einem geschliffenen Hohlzylinder „läuft“. Dieser wird direkt als Rotor des Servomotors genutzt und hält die formangepassten Neodym-Eisen-Bor-Magneten.

Diese Auslegung verfügt über eine hohe Energiedichte, besonders gute Hitzefestigkeit und ein geringes Rastmoment. Der spezielle Aufbau des Stators (T-Lam) bietet ein sehr kompaktes und effizientes Design mit einer Platzausnutzung von rund 80 %, minimalen Verlusten in den Rändern sowie einer Isolationsklasse von 180 (H). Insofern unterscheidet Exlar nicht mehr zwischen der Mechanik des Rollengewindes und der des Motors. Die daraus resultierenden Vorteile sind:

  • die hohe Lebensdauer des Rollengewindes;
  • die Steuerbarkeit eines Servoantriebes;
  • die Kompaktheit einer integrierten Lösung mit weniger Bauteilen.

Im Detail liest sich das in Bezug auf die Lebensdauer so: Vergleiche zeigen, dass Rollengewinde durch die andere Art der Lastaufnahme gegenüber Kugelumlaufspindeln die circa 15-fache Lebensdauer aufweisen. In Schweißzangenanwendungen, die typischerweise auf rund 15 Mio. Schweißpunkte veranschlagt werden, benötigen Lösungen mit Exlar-Aktuatoren im Normalfall keine Wartung oder Überarbeitung.

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