Ausgleich Schaeffler fängt Automobiltalfahrt mit Erfolg der Industriesparte auf

Autor / Redakteur: dpa / Peter Königsreuther

Auch Schaeffler macht die unschöne Situation in der Automobilwelt als Zulieferer zu schaffen, heißt es. Doch glücklicherweise steht der Konzern nicht nur auf einem Bein!

Kompensierende Kraft! Schaeffler leidet zwar unter dem Schwächeln der Automobilbranche, doch was dieser Geschäftsbereich umsatztechnisch nach unten drückt, kann, wie es weiter heißt, die Industriesparte des Unternehmens nach oben ausgleichen.
Kompensierende Kraft! Schaeffler leidet zwar unter dem Schwächeln der Automobilbranche, doch was dieser Geschäftsbereich umsatztechnisch nach unten drückt, kann, wie es weiter heißt, die Industriesparte des Unternehmens nach oben ausgleichen.
(Bild: Schaeffler)

Der fränkische Auto- und Industriezulieferer Schaeffler bekommt die weltweite Chipkrise auch zu spüren. Speziell im Autobereich des Unternehmens habe es im dritten Quartal deshalb deutliche Einbußen gegeben, so der Vorstandschef Klaus Rosenfeld. Der Autobereich schrumpfte nach Angaben von Schaeffler um 12,2 Prozent. Der Industriebereich, für den Schaeffler etwa Lager für Windkraftanlagen oder Flugzeugturbinen herstellt, sei dafür stark gewachsen. Es mache deshalb absolut Sinn, so Rosenfeld weiter, beide Geschäftsfelder nebeneinander zu betreiben. Aufgrund des erfolgreichen Industriegeschäfts könne Schaeffler die Prognose für das Gesamtjahr bezüglich der Gewinnmarge folglich aufrechterhalten. Beim Umsatz musste die Prognose allerdings angepasst werden, wie zu erfahren war. In diesem Punkt erwarte Schaeffler jetzt nur noch ein Wachstum von über 7 Prozent (zuvor über 11 Prozent).

Dennoch über 22 Prozent Wachstum durch E-Mobilität

Der Umsatz der Herzogenauracher stieg dabei in den ersten neun Monaten währungsbereinigt um 15,9 Prozent. In der E-Mobilität, wo Schaeffler unter anderem Antriebsteile für Elektrofahrzeuge herstellt, gab es sogar ein Wachstum von mehr als 22 Prozent. Im dritten Quartal gingen die Einnahmen aber im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3 Prozent zurück, merkte Rosenfeld an. Rosenfeld: „Die Nachfrage nach Autos ist da, aber das Angebot kommt nicht!“ Die Krise werde sich deutlich ins kommende Jahr hineinziehen. Rosenfeld bezeichnete die Situation als ziemliche Verspannung am Markt.

Insgesamt setzte Schaeffler von Januar bis September 10,35 Milliarden Euro um, im Vergleichszeitraum 2020 waren es „nur“ 8,96 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) ohne Sondereffekte beziffert sich auf 994 Millionen nach 376 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Bezogen auf das dritte Quartal musste Schaeffler aber auch hier „Federn lassen“, denn es sind nur 272 Millionen im laufenden Jahr im Vergleich zu 322 Millionen im Vorjahreszeitraum.

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