Google+ Facebook Twitter XING LinkedIn GoogleCurrents YouTube

Lean Management

Schlanke Produktion beginnt beim Top-Management

03.05.2010 | Autor / Redakteur: Volker Unruh / Volker Unruh

Lepros-Geschäftsführer Philipp Dickmann: „Es gibt kaum noch Unternehmen, die ganz ohne schlanke Produktionsmethoden auskommen.“ Bild: Lepros
Lepros-Geschäftsführer Philipp Dickmann: „Es gibt kaum noch Unternehmen, die ganz ohne schlanke Produktionsmethoden auskommen.“ Bild: Lepros

Wichtig für einen nachhaltigen Erfolg von schlanken Materialfluss- und Produktionsprozessen ist, dass die zugrundeliegenden Prinzipien fest im Unternehmen verankert werden. Das betrifft nicht nur den produzierenden Bereich, sondern auch die Managementebene.

Schlank ist in Mode: Schon lange erfreuen sich die unzähligen Varianten der auf das Toyota-Produktionssystem (TPS) zurückgehenden Herstellungsmethoden großer Beliebtheit in allen Bereichen der fertigenden Industrie. Schließlich hat sich ja inzwischen landläufig herumgesprochen, dass sich beim Vermeiden von Verschwendung, sei es materielle, finanzielle oder wertschöpferische, viel – zumeist Geld – sparen lässt und dass nach schlanken Prinzipien arbeitende Unternehmen meist besser im Wettbewerb aufgestellt sind als andere.

Unternehmen kommen nicht ohne Lean-Methoden aus

„Es gibt kaum noch Unternehmen, die ganz ohne schlanke Produktionsmethoden auskommen“, glaubt Philipp Dickmann, Gesellschafter des Schulungs- und Beratungshauses Lepros in Grafing. Entsprechend groß ist die Resonanz aus der Industrie, viele Betriebe wollen teilhaben an dem Segen dieser fernöstlichen Philosophie, die besonders in Krisenzeiten schon so manche Existenz gerettet hat. Durchlaufzeitverkürzung, Bestandssenkung, Qualitätsverbesserung und Produktivitätserhöhung sind nur einige der Begriffe, die gemeinhin mit schlanken (oder neudeutsch: „lean“) Prozessen assoziiert werden und umgesetzt werden sollen.

Grundsätzlich sind diese Ziele natürlich machbar, vor einem nachhaltigen Erfolg steht allerdings eine zumindest „mittelfristige Veränderung der Verbesserungskultur“, gibt Benno Löffler, geschäftsführender Partner der Vollmer & Scheffczyk GmbH in Stuttgart, zu bedenken. „Die Erwartung an uns als Umsetzungsberatung geht dahin“, berichtet Löffler, „gemeinsam mit den Beteiligten Abläufe zu verändern, um die gesteckten Ziele zu erreichen und den Mitarbeitern – so ganz nebenbei – das Verbesserungshandwerk beizubringen.“

Top-Management muss für Lean-Methoden seine Gewohnheiten ändern

Handlungsbedarf sieht Löffler vor allem aber beim Top-Management, das seine Gewohnheiten und Führungsinstrumente ändern müsse. Die schlanke Idee ist umfassend und lässt sich nur schlecht in einzelnen, ausgewählten Bereichen umsetzen. Das sieht Dickmann genauso: „Viele Unternehmen haben aufgrund der sehr punktuell umgesetzten Methoden das Problem, dass die angestrebte Gesamteffizienz nicht erreicht wird.“

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 344540 / Management & IT)

Themen-Newsletter Management & IT abonnieren.
* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.

Meistgelesene Artikel

Harmonische Verbindungen halten deutlich länger

Manz AG

Harmonische Verbindungen halten deutlich länger

14.09.18 - Lithium-Ionen-Batterien treiben E-Mobile und Akku-Werkzeuge an. Die sichere Verbindung hochleitfähiger Metalle ist dabei der Schlüssel für schnelle Ladezeiten und mehr Leistung. Automatisiertes Laserschweißen optimiert nun die Batteriefertigung. lesen

Laserschneiden mit der neusten Technik: energieeffizient und produktiv

Brosius / Bystronic

Laserschneiden mit der neusten Technik: energieeffizient und produktiv

13.09.18 - „Vernünftig mit vernünftigen Menschen zusammen arbeiten“ – das möchte Thomas Brosius. Und das scheint zu funktionieren. Bei dem Auftragsfertiger aus der Nähe von Trier jagt seit dem Gründungsjahr 2005 eine Produktionsauslastung die nächste. Beim Laserschneiden wird man diesem Umstand seit Anfang des Jahres mit einem Faserlaser Bystar Fiber mit 8 kW von Bystronic Herr. lesen

Mit Industrie 4.0 zur individuellen Schokolade

Digitalisierung

Mit Industrie 4.0 zur individuellen Schokolade

12.09.18 - Um das Konzept „Industrie 4.0“ greifbarer zu machen, haben der Schokoladenhersteller Chocolat Frey, der Automatisierer Autexis und die Hochschule für Technik Nordwestschweiz (FHNW) ein Projekt ins Leben gerufen: Ein Kommissionierungssystem, das mit Siemens-Lösungen individuelle Schokoladenmischungen auf Zuruf zusammenstellt. lesen