Von der Reibung zum Wettbewerbsvorteil
Schmierstoff: Ein Faktor für die energieeffiziente Produktion

Ein Gastbeitrag von Marcel Liß * 4 min Lesedauer

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Ambitionierte Klimaziele, steigende Energiepreise, wachsender Wettbewerbsdruck und immer höhere Anforderungen an operative Resilienz: Fertigungsunternehmen stehen unter Druck. Vor diesem Hintergrund entwickelt sich Energieeffizienz zum strategischen Faktor – und ein Hebel ist die Optimierung der Schmierung.

Geringerer Energieverbrauch: Die Umstellung des Kompressoröls bei einem Kältekompressor wie diesem hat sich bereits nach einem Monat amortisiert.(Bild:  Shutterstock / bit mechanic)
Geringerer Energieverbrauch: Die Umstellung des Kompressoröls bei einem Kältekompressor wie diesem hat sich bereits nach einem Monat amortisiert.
(Bild: Shutterstock / bit mechanic)

Reibung ist eine der direktesten Ursachen für Energieverluste: Weltweit werden jährlich über 100 Millionen Terajoule Energie aufgewendet, um Reibungsverluste zu überwinden (Quelle: Holmberg, K. & Ali Erdemir, A.: Influence of tribology on global energy consumption, costs and emissions, 2017 ). In industriellen Anwendungen entstehen diese Verluste beispielsweise in Getrieben, Lagern, Kompressoren, Ketten oder Pumpen – also überall dort, wo sich Bauteile relativ zueinander bewegen.

Wird Reibung durch maßgeschneiderte Schmierung reduziert, wirkt sich dies unmittelbar auf den Energiebedarf aus. Denn jeder Prozentpunkt geringerer Reibung schlägt sich direkt im Energieverbrauch nieder. Vor diesem Hintergrund wird deutlich: Schmierung ist nicht nur ein wartungstechnisches Detail, sondern ein zentraler Effizienzfaktor. Und selbst moderate Investitionen in diesem Bereich können erhebliche Einsparungen bedeuten.