Suchen

Schleuderguss Schmolz + Bickenbach schließt Werk in Monheim

| Redakteur: Stéphane Itasse

Die Schmolz + Bickenbach Guss-Gruppe schließt ihren Produktionsstandort Monheim zum Ende des Jahres 2009. Das Werk ist hauptsächlich auf den Produktbereich Schleuderguss fokussiert, wie der Stahlkonzern mitteilt. Dieses Angebotsspektrum will das Unternehmen künftig durch erweiterte Handelsaktivitäten abdecken.

Firmen zum Thema

Schmolz + Bickenbach schließt sein Werk in Monheim, weil Überkapazitäten am Markt bestehen. Bild: Schmolz + Bickenbach
Schmolz + Bickenbach schließt sein Werk in Monheim, weil Überkapazitäten am Markt bestehen. Bild: Schmolz + Bickenbach
( Archiv: Vogel Business Media )

Für die Kunden der Schmolz + Bickenbach Guss-Gruppe hat die Schließung des Produktionsstandorts keine Auswirkungen, heißt es in der Mitteilung. Alle bisher von Monheim aus mit Schleuderguss belieferten Kunden würden ihre Lieferungen unverändert weiter erhalten, bestehende Aufträge würden termingerecht abgearbeitet.

Andere Werke der Schmolz + Bickenbach Guss-Gruppe nicht betroffen

„Wir bieten unseren Kunden auch in Zukunft die gesamte Produktpalette des Edelstahlgusses aus einer Hand. Gewährleistet wird dies durch Handelsaktivitäten mit qualifizierten internationalen und nationalen Partnern“, sagt Matthias Pampus-Meder, Vorsitzender der Geschäftsführung der Schmolz + Bickenbach Guss-Gruppe. Die anderen drei Werke der Guss-Gruppe in Krefeld, Ennepetal und Kohlscheid seien von der aktuellen Maßnahme nicht betroffen. Hier werde unverändert weiterproduziert.

Mit der Schließung des Produktionsstandorts Monheim reagiert die Guss-Gruppe nach eigenen Angaben auf den Auftragseinbruch beim Schleuderguss – dieser habe zuletzt bei 80% gelegen. Dabei geht das Unternehmen davon aus, dass sich dieser Bereich auch mittel- bis langfristig nicht wieder erholen wird. So sei beispielsweise der ehemalige Schlüsselmarkt Bioethanol fast vollkommen weggefallen.

Große Überkapazitäten am Schleuderguss-Markt

„Im Bereich des Schleudergusses bestehen erhebliche Überkapazitäten“, erläutert Pampus-Meder. Um den Produktionsstandort Monheim in einen wettbewerbsfähigen Zustand zu versetzen, wären Investitionen notwendig, die unter den jetzigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht zu realisieren seien. Um die Zukunftsfähigkeit der Gruppe langfristig zu sichern, habe das Unternehmen deshalb keine Alternative zur Werksschließung gesehen.

Das Werk in Monheim ist seit Anfang 2009 in Kurzarbeit, wie Schmolz + Bickenbach erläutert. Bereits im Juni sei der Formgussbereich geschlossen und die Produkte auf die anderen drei Standorte verlagert worden. Schon damals hatte die Schmolz + Bickenbach Guss-Gruppe 20 Mitarbeiter in eine Auffanggesellschaft ausgegliedert.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 328571)