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Werkzeugbeschaffung

Schnelle Werkzeugbeschaffung verhindert Maschinenstillstände

| Autor / Redakteur: Norbert Stattler / Victoria Sonnenberg

Die Entnahme des Werkzeugs ist einfach und unkompliziert. Jeder Befugte erhält eine Schlüsselkarte, mit der er sich am Tool-O-Maten anmelden kann. Wenn die Füllbestände zu Ende gehen, erhält der WNT-Servicetechniker automatisch eine Meldung, fährt zum Kunden und füllt die Fächer wieder auf.
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Die Entnahme des Werkzeugs ist einfach und unkompliziert. Jeder Befugte erhält eine Schlüsselkarte, mit der er sich am Tool-O-Maten anmelden kann. Wenn die Füllbestände zu Ende gehen, erhält der WNT-Servicetechniker automatisch eine Meldung, fährt zum Kunden und füllt die Fächer wieder auf. (Bild: WNT)

Bei Teilefertigern herrscht enormer Zeitdruck. Insbesondere bei der Werkzeugbeschaffung liegt viel Potenzial, um Zeit einzusparen.

Die Messlatte liegt hoch bei der Firma MWG. Der Zulieferer von Bauteilen und Baugruppen für Automotive, Luftfahrt, Bauindustrie, Bahntechnik, Energietechnik und den Maschinen- und Anlagenbau gilt als verlässlicher Partner.

Michael Goede, der die Firma 1994 gegründet hat, und Mitinhaber Olaf Helmert verfolgen dabei seit jeher eine klare Philosophie: Sie beschäftigen hoch qualifizierte Mitarbeiter, die von der Beratung bis hin zur Produktion ein stets hohes Niveau des Endprodukts gewährleisten.

„Wir sind breit aufgestellt und wickeln ständig unterschiedliche Paletten an Bauteilen ab, da müssen unsere Mitarbeiter jeden Tag aufs Neue beweisen, wie gut sie sind“, so Goede, der bei MWG für die Technik und Strategie verantwortlich ist.

Im Maschinenpark ist keine Maschine älter als zehn Jahre

Insgesamt 42 feste Mitarbeiter und fünf Azubis beschäftigt das Unternehmen derzeit. Viele dieser Mitarbeiter wurden sogar direkt bei MWG ausgebildet und verfügen über umfangreiches Fachwissen, um die modernen 3-, 4- und 5-Achs-Bearbeitungszentren und Drehmaschinen von DMG fachgerecht bedienen zu können. Alle Maschinen werden regelmäßig erneuert, sodass keine älter als zehn Jahre ist. „Unsere Strategie ist es, möglichst viele Maschinen mit der gleichen Steuerung auszurüsten, um unsere Mitarbeiter flexibel an diesen einsetzen zu können. So ist eine Krankheitsvertretung kein Problem.“

Mit dieser Strategie fährt MWG bislang gut, denn als Lohnfertiger ist es für die Firma unerlässlich, die zu fertigenden Bauteile termin- und fristgerecht zu liefern. „Gerade bei Prototypen im Automotive-Bereich sind wir sehr stark gefordert. Wir haben oft Konstrukteure und Entwickler bei uns im Hause, um gemeinsam Projekte bis zum Serienstart zu begleiten“, erklärt Olaf Helmert. Als Vertriebsverantwortlicher im Unternehmen weiß er, dass Kundenzufriedenheit das A und O ist, wenn man in der Branche langfristig erfolgreich sein will.

Damit die Performance stimmt, variieren die Lieferanten

Aus diesem Grund gehen die Hannoveraner auch bei der Wahl ihres Werkzeuglieferanten keine Kompromisse ein. MWG legt Wert auf Kontinuität und ein vertrauensvolles Miteinander. Seit dem Einstieg in den 5-Achs-Bereich vor 15 Jahren arbeitet die Firma bereits mit WNT, dem Zerspanungsspezialisten aus der Ceratizit-Gruppe, zusammen – und das aus gutem Grund, wie Helmert betont: „Für spezielle Anforderungen haben wir zwar auch andere Lieferanten, aber um 90 % der zerspanenden Bearbeitung abzudecken, hat WNT für uns einfach ein sehr gutes und umfangreiches Werkzeugprogramm.“ Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem WNT-Anwendungstechniker Stefan Kunz, der MWG seit vielen Jahren betreut, ist dabei keinesfalls unerheblich. „Stefan Kunz kommt aus der Zerspanung, hat großes Fachwissen und kann uns daher bestens beraten“, erklärt Goede. „Sympathie spielt natürlich auch eine Rolle, aber letztendlich muss die Performance stimmen. Und die ist mit WNT gegeben.“

WNT und Cutting Solutions by Ceratizit wachsen zusammen

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06.03.17 - Seit dem 1. März 2017 bündeln die Unternehmen WNT und Ceratizit ihre Kräfte im Bereich Zerspanungswerkzeuge und treten gemeinsam auf dem Markt auf. lesen

Als fortschrittliches Unternehmen ist MWG auch stets auf der Suche nach Innovationen, die dabei helfen sollen, noch effektiver zu produzieren. Einfach die Preise erhöhen, um wirtschaftlich zu bleiben, ist laut Goede der falsche Weg. „Unser Ziel ist es, jedes Jahr 10 % besser, schneller und effektiver zu werden.“ So hat die Firma von Beginn an auf Automation in der Fertigung gesetzt und war auch einer der Vorreiter im Bereich der 5-Achs-Bearbeitung und der CAD/CAM-Programmierung.

Höhere Produktivität durch Werkzeugbeschaffung

Mit der Werkzeugbereitstellung durch zwei Werkzeugautomaten von WNT geht MWG diesen Weg konsequent weiter. „Der Automat bietet einen absoluten Wettbewerbsvorteil, weil die Verfügbarkeit des benötigten Werkzeuges jederzeit gegeben ist“, lobt Goede. Seit MWG die beiden WNT-Werkzeug-Ausgabesysteme im Einsatz hat, hat sich die Werkzeugbeschaffung deutlich verbessert. War früher ein Mitarbeiter ständig damit beschäftigt, den Bedarf zu prüfen und Bestellungen abzusetzen, muss sich heutzutage niemand mehr darum kümmern. „Unser gesamter Werkzeugeinkauf hat sich praktisch verändert. Von der Bedarfsermittlung, Bestellung über den Wareneingang bis hin zur Einlagerung des Werkzeugs wird alles von WNT übernommen. Also das spart uns schon jede Menge Zeit.“

1. MM Innovationstag Fertigungstechnik 4.0

Produktivitätssprung in der Zerspanung – Praxisbeispiele


Der wachsende Kosten- und Zeitdruck ist in der mechanischen Fertigung eine der größten Herausforderungen und verlangt immer kürzere Stückzeiten. Beim 1. MM Innovationstag Fertigungstechnik 4.0 am 7. Dezember in Düsseldorf stellen zwei Unternehmen ihre Neuentwicklungen im Bereich der zerspanenden Fertigung vor.

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WNT-Anwendungstechniker Stefan Kunz hatte diesen Bedarf bei MWG schon früh erkannt und den Inhabern vorgeschlagen, einen Tool-O-Maten in der Maschinenhalle aufzustellen. Nach seiner Einschätzung entstehen vor allem in Fertigungen mit Schichtbetrieb massive Vorteile. „Wenn die Werkzeuge verschleißen, können sich die Werker neue Werkzeuge aus dem Automaten holen und sofort weiterarbeiten“, so Kunz. Goede bestätigt: „Für ein Unternehmen ist es sicherlich nicht effektiv, wenn aufgrund von Werkzeugmangel Schichten ausfallen oder die Mitarbeiter lange auf Neubestellungen warten müssen.“

Nie mehr Maschinenstillstände aufgrund fehlender Werkzeuge

Mit den Werkzeugautomaten von WNT wird seitdem sichergestellt, dass die Firma MWG werkzeugtechnisch niemals auf dem Trockenen sitzt. Die Software im System meldet sofort, wenn Werkzeuge zur Neige gehen, und verständigt den WNT-Servicetechniker, der umgehend die Befüllung in die Wege leitet. Sollten durch unplanmäßig vermehrte Entnahmen kritische Füllstände entstehen, wird von WNT zudem eine Expresslieferung an das Unternehmen geschickt, die bereits am folgenden Werktag eintrifft. Alles natürlich völlig automatisch, ohne jegliches Zutun des Kunden. Maschinenstillstände aufgrund fehlender Werkzeuge gehören mit dieser Lösung der Vergangenheit an. Olaf Helmert sieht aber noch weitere Vorteile: „Der Automat ist ein Konsignationslager, das heißt, die Ware bleibt Eigentum von WNT, bis wir sie entnehmen. Dadurch entstehen uns keine Beschaffungs- beziehungsweise Lagerkosten. Außerdem können wir anhand der Entnahmen sehr übersichtliche Statistiken und Diagramme erstellen, die uns zum Beispiel detaillierten Aufschluss über unsere Werkzeugkosten geben.“

Michael Goede, Olaf Helmert und das gesamte MWG-Team sind sich sicher: Produktivität und Effizienz werden durch den Einsatz der beiden Tool-O-Maten von WNT nach vorn geschoben. „Wer sich als Dienstleister für Fertigungsteile im Markt bewegt, der hat keine Zeit und muss auch dem internationalen Wettbewerb standhalten können. Das schaffst du nur mit Geschwindigkeit und Qualität“, sagt Goede. Für ihn sind daher zwei Faktoren entscheidend: eine unmittelbare Verfügbarkeit der Werkzeuge, aber auch deren Performance. „Beides bietet WNT.“ Ein Werkzeug hat den Techniker besonders nachhaltig beindruckt: die Hochvorschubfräser „A HFC“. „Diese werden von uns schon seit über zehn Jahren konsequent eingesetzt und laufen noch heute sehr gut. Für den Stahlbereich nutzen wir die XOLT-Wendeplatten zum Schruppen, mit denen wir enorme Zeitspanvolumen erreichen“, schwärmt der Geschäftsführer. Kein Wunder also, dass diese Platten auch in hohen Stückzahlen in den Werkzeugausgabeautomaten zur Verfügung stehen. Beim Bohren schwört Michael Goede auf die WNT-Bohrer der WTX-Reihe. „Die können was!“, so sein Resümee.

MWG hat auch in Zukunft noch viel vor und will sich überall dort, wo Zerspanung gefordert wird, engagieren. Erst im letzten Jahr wurden über 1,3 Mio. Euro in einen 1000-m²-Neubau für die Großzerspanung investiert, der dem Unternehmen völlig neue Strukturen und Möglichkeiten eröffnet. Auch durch geplante Investitionen im größeren 5-Achs-Bereich und mit der Anschaffung einer weiteren Großdrehmaschine mit einer Drehmöglichkeit von bis zu 3 m will sich MWG noch breiter aufstellen, um die umfangreichen Dienstleistungen weiter auszubauen. Die Firma WNT steht dem Unternehmen dabei als bevorzugter Werkzeuglieferant mit Rat und Tat zur Seite und wird ihren Teil dazu beitragen, dass die Pläne von MWG erfolgreich umgesetzt werden können.

* Norbert Stattler arbeitet bei der WNT Deutschland GmbH in 87437 Kempten, Tel. (08 31) 5 70 10 36 56, Norbert.Stattler@wnt.com

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