Messtechnik

Schweizer Uhrenindustrie tickt anders

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

Reproduzierbarkeit in Bruchteilen von µm fordert auch Messtechnik heraus

Eines der Hauptprobleme, um die verschiedenen Merkmale an Kleinteilen zu messen, ist deren Positionierung. Horizontale oder vertikale Messbänke bieten dazu die beste Lösung. Die Teile können auf höhenverstellbaren, zum Teil schwimmenden Tischen in die richtige Messposition gebracht werden.

Verschiedene messerförmige, zylindrische oder merkmalangepasste Tastelemente erlauben Innen- sowie Außenkonturmessungen. Durchmesser können im 2- oder 3-Punkt-Verfahren bestimmt werden. Eine Reproduzierbarkeit in Bruchteilen von µm ist durchaus erreichbar. Einer der namhaftesten Hersteller ist die Firma Sylvac aus dem Berner Jura.

Messen von Kleinstbohrungen

Eine weitere besondere Herausforderung ist das Messen von Kleinstbohrungen und Feingewinden. Innenmaße können nur beschränkt auf Maß gemessen werden. Vielfach ist nur ein Vergleich mit Lehren und Prüfstiften möglich.

Spezialisierte Schweizer Firmen wie Cary, Azurea, Titec, Spheridur oder Martin & Tschopp stellen ein großes Spektrum an Prüfstiften, Grenzlehren, Gewindelehren und Gewindegrenzlehren her. Spezielle Ausführungsformen wie bombiert oder gefedert, metrisch- oder NIHS-genormt. Lehrdorne ab Durchmesser 0,05 mm oder NIHS-Gewindelehrdorne ab 0,35 mm werden durch diese Firmen vorwiegend für die Uhrenindustrie gefertigt.

Optische Messsysteme im Kommen

Geht es um die Messung der Positionen von Bohrungen, Gewinden und Aussparungen an Uhrenplatinen oder um Zahnradvermessungen, werden optische Messsysteme eingesetzt. Was früher mit Profilprojektoren und Messmikroskopen vermessen wurde, wird heute vielfach mittels Vision-Messsystemen kontrolliert. Der große Vorteil der Vision-Systeme ist, dass die benutzerspezifischen Einflüsse minimiert und der Messvorgang automatisiert werden kann.

(ID:42737284)