Schwerzerspanung

Schwerzerspanungs-Spezialisten bleiben auf Erfolgskurs

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Makino und Handtmann rüsten Werkzeugmaschinen für die Titanbearbeitung speziell aus

Während Heller es geschafft hat, die Schwerzerspanung auch auf seinen Standardmaschinen durchzuführen, verraten die folgenden Experten von Makino und Handtmann, welche Spezialitäten in Werkzeugmaschinen versteckt sein sollten, um diese für die Bearbeitung von Titanwerkstoffen zu prädestinieren. Uwe Speetzen, Vice President von Makino Europe: „Beim Fräsen setzt Makino auf eine äußerst steif ausgelegte Maschinenstruktur sowie steife Führungs- und Antriebssysteme. Alle Komponenten müssen außerdem gute Dämpfungseigenschaften haben.“

^Das Spindelsystem müsse außerdem eine hohe Antriebsleistung und ein hohes Drehmoment im unteren Drehzahlbereich bieten. Die Spindellagerung muss für hohe Radialkräfte und insgesamt stabil ausgelegt sein, wie Speetzen betont. Und auch die Werkzeugschnittstelle HSK-A125 muss für die folgend genannten Parameter ausgelegt sein; diese sind für den Großmaschinenbereich: ein maximales Drehmoment von 150 Nm, eine Antriebsleistung von 100 kW (100 % ED), eine Werkzeuganzugskraft von 98 kN, Kühlmittelzufluss – oft unter Druck – durch die Spindel mit Werten von 200 l/min beziehungsweise 70 bar, wie Speetzen berichtet.

Mechatronische Systeme unterstützen Spindeleigenschaften

Diese Maschineneigenschaften werden laut Speetzen bei Makino-Anlagen von mechatronischen Systemen flankiert. Die Motorspindel wird etwa über die Funktionen „Autonomic Spindeltechnologie“ (AST 1-4) selbstständig über das System geführt, welches auch die Vorschubdynamik erkennt, vergleicht, entscheidet und auf die Vorschubgeschwindigkeit sowie die Spindeldrehzahl ereignisbedingt reagiert. Die Linearführungen werden über einen quasi hydrostatischen Effekt passiv gedämpft. Die Vorschubantriebe werden dagegen über Regelungssysteme aktiv gedämpft.

Die Maschinen sind in den meisten Ausführungen fünfachsige Bearbeitungszentren. Die Rundachsen sind elektronisch vorgespannt und ermöglichen etwa die fünfachsige, simultane Schruppbearbeitung. Ein hoher Stellenwert, wie Speetzen herausstellt, kommt der Kühlschmierstoffzuführung zu. Durch eine spezielle Drehzuführung sind Makino-Maschinen in der Lage, 200 l/min unter 70 bar Druck zu liefern. Der vergleichsweise hohe Kühlmittelstrom über den gezielten, werkzeugseitigen Austritt trage in Verbindung mit einem speziell entwickelten Kühlschmierstoff mit extrem kleiner Tropfenbildung zu einer signifikanten Erhöhung der Produktivität bei, erklärt Speezten.

BAZ-Baureihe soll Performance bei Titanfertigung erhöhen

„Mit dem Fünf-Achs-HPC-Horizontalbearbeitungszentrum HBZ Trunnion haben wir bei Handtmann eine Baureihe entwickelt, die eine hohe Performance in der Titanbearbeitung von Werkstücken, je nach Modell, mit maximalen Durchmesser von 850, 1300 und 1700 mm bietet“, sagt Christian Podiebrad, technischer Leiter bei Handtmann A-Punkt Automation.

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