Google+ Facebook Twitter XING LinkedIn GoogleCurrents YouTube

Recruiting

Sechs aufschlussreiche Fragen an Bewerber

| Autor / Redakteur: Jessica Hütter / Melanie Krauß

Das Bewerbungsgespräch ist dazu da, eventuelle Fragezeichen zu einzelnen Antworten oder zu Stationen im Lebenslauf offen zu klären und möglichst viel über die Beweggründe und die Motivation der Kandidaten herauszufinden.
Das Bewerbungsgespräch ist dazu da, eventuelle Fragezeichen zu einzelnen Antworten oder zu Stationen im Lebenslauf offen zu klären und möglichst viel über die Beweggründe und die Motivation der Kandidaten herauszufinden. (Bild: ©pathdoc - stock.adobe.com)

Recruiting Egal ob Absolvent, Fachkraft oder Führungskraft – wer neue Mitarbeiter einstellt, braucht mehr als nur ein gutes Gespür. Damit Recruiter in kürzester Zeit ihre Bewerber möglichst gut kennenlernen und einschätzen können, gilt es geschickte Fragen zu stellen.

Um im Bewerbungsgespräch die besten Kandidaten schnell herauszufiltern, sollten Personalverantwortliche diese cleveren Fragen stellen:

1. Welche Vorteile versprechen Sie sich von einem Wechsel zu uns? Idealerweise können Bewerber zu dieser Frage nicht nur Punkte nennen, die auf der Unternehmenswebsite stehen, sondern entwickeln eine positive Vision ihres neuen Arbeitsplatzes. Wer hingegen über seine ehemalige Arbeitsstelle kein gutes Wort verliert, wirkt nicht sehr professionell.

2. Wie sollten die ersten drei Monate für Sie hier idealerweise verlaufen, damit Sie im Anschluss sagen können: „Das ist der richtige Arbeitsplatz für mich“? Wie so oft gibt es auch bei dieser Frage keine falsche oder richtige Antwort. Der Recruiter erfährt aber viel über die Motivation der Bewerber und darüber, was ihnen an ihrer künftigen Position wichtig ist. Daraus lässt sich auch ableiten, ob die Bewerber zum Unternehmen passen und umgekehrt. Das Wichtigste ist, die Kandidaten kennenzulernen. Es gilt herauszufinden, was ihre Erwartungen sind und ob das Unternehmen diese erfüllen kann.

3. Berichten Sie von einer Herausforderung oder einem Thema aus Ihrem letzten Job, an dem Sie gescheitert sind! Die Antwort auf diese Frage lässt Rückschlüsse darauf zu, ob der Bewerber belastbar ist, wie er schwierige Situationen meistert und ob er mit Misserfolgen konstruktiv umgeht. Denn selbstverständlich werden Fehler gemacht. Der Verursacher muss aber in der Lage sein, sie zuzugeben und daraus zu lernen. Ebenso verrät die Antwort auf diese Frage auch viel darüber, was von den Kandidaten überhaupt als eine schwierige Situation empfunden wird.

Azubi-Bewerber haben die Standardfragen satt

Recruiting

Azubi-Bewerber haben die Standardfragen satt

31.08.18 - Auszubildende sind zunehmend genervt von Allerweltsfragen in Bewerbungsgesprächen und wünschen sich mehr Interesse an der eigenen Person. Für Unternehmen bedeutet das, dass deutlich mehr Kreativität im Bewerbungsprozess gefordert ist. lesen

4. Was ist das spannendste Projekt, an dem Sie bisher gearbeitet haben? Mit dieser Frage kann ein Recruiter viel darüber herausfinden, ob der Bewerber die Anforderungen an die ausgeschriebene Stelle erfüllt und ob er fachlich für die Position geeignet ist. Hier bieten sich Anschlussfragen zur Vorgehensweise, zum Ergebnis und zu gemachten Erfahrungen an. Sprich – was hat jemand in dem entsprechenden Projekt gelernt?

5. Was interessiert Sie besonders an der von uns ausgeschriebenen Stelle? Im Erstgespräch werden die Aufgaben und Anforderungen der ausgeschriebenen Stelle näher erläutert. Im Zweitgespräch kann der Recruiter dann prüfen, wie gut der Bewerber das Wesentliche der Aufgabe verstanden hat. Wenn hier Nebensächlichkeiten, fragwürdige Prioritäten oder völlig belanglose Aspekte zur Sprache kommen, ist Vorsicht geboten.

Themen-Newsletter Management
* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.

6. Was erwarten unsere Kunden von unserem Unternehmen? Der Hintergrund dieser Frage ist, das Einfühlungsvermögen des Bewerbers zu testen und seine Fähigkeit, die Perspektive zu wechseln. Anhand der Antwort lässt sich erkennen, ob er die Zielgruppen kennt und sich in deren Anforderungen hineinversetzen kann. Darüber hinaus wird klar, ob der Kandidat seinen zukünftigen Aufgabenbereich realistisch einschätzen kann.

Talente-Detektor gegen den Fachkräftemangel

Recruiting

Talente-Detektor gegen den Fachkräftemangel

19.10.18 - Die Bundesagentur für Arbeit und die Bertelsmann-Stiftung haben einen Eignungstest für Metalltechniker entwickelt: Nach vier Stunden steht fest, ob Kandidaten mit Erfahrung, aber ohne Abschluss oder Deutschkenntnisse das Zeug für die Konstruktion haben. lesen

Fangfragen und Kreuzverhör sind tabu

Dass das Vorstellungsgespräch kein Kreuzverhör ist, sollte klar sein. Es darf niemals das Ziel sein, einen Kandidaten aufs Glatteis zu führen oder ihn in die Ecke zu drängen. Vielmehr sollte es das Ziel sein, ein freundliches und intelligentes Gespräch zu führen, um möglichst viel Relevantes über die Person zu erfahren und herauszufinden, ob sie zum Unternehmen und zum Jobprofil passt. Denn auch das Unternehmen stellt sich beim Bewerber vor und die Art der Fragen verrät im Umkehrschluss viel über den Fragesteller – respektive die Unternehmenskultur.

Generell darf ein Recruiter niemanden bereits vorab in bestimmte Schubladen schieben. Das Bewerbungsgespräch ist dazu da, eventuelle Fragezeichen zu einzelnen Antworten oder zu Stationen im Lebenslauf offen zu klären und möglichst viel über die Beweggründe und die Motivation der Kandidaten herausfinden.

So kann der Mittelstand beim Recruiting gegen die ganz Großen bestehen

Fachkräftemangel

So kann der Mittelstand beim Recruiting gegen die ganz Großen bestehen

04.09.18 - Im Kampf um die besten Talente stehen Mittelständler in direkter Konkurrenz zu den großen Konzernen und müssen dabei oftmals mit geringeren finanziellen und personellen Ressourcen auskommen. Eine erfolgreiche Personalauswahl ist jedoch trotzdem möglich. lesen

* Jessica Hütter ist Expertin im HR-Bereich bei Stihl in 71332 Waiblingen, Tel. (0 71 51) 26 24 89, personalmarketing@stihl.de

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45679038 / Karriere)

Sonderausgabe elektrotechnik AUTOMATISIERUNG: Smart Factory

Vernetzung in der Fabrik? Ja bitte, aber smart und sicher!

Was sind die fünf großen Stolpersteine auf dem Weg zur smarten Produktion? Lesen Sie über Möglichkeiten, Risiken und Notwendigkeiten, die eine Smart Factory mit sich bringt: Cloud, 5G, KI, Digital Twin, Sharing Economy. lesen

Erfolgreich mit Industrie 4.0

Smart Factory

Wir zeigen, worauf es auf dem Weg zur Smart Factory ankommt. Mit Erklärungen, Praxisbeispielen und Dos and Don'ts. lesen