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Hannover Messe 2017

Sensorlager als Datensammler wird Standardprodukt

| Autor: Stefanie Michel

Das FAG-Variosense-Lager ist eine Kombination aus Standardwälzlager und Sensorcluster und stellt mehrere Sensorsignale für die Maschinen- und Prozessüberwachung zur Verfügung.
Das FAG-Variosense-Lager ist eine Kombination aus Standardwälzlager und Sensorcluster und stellt mehrere Sensorsignale für die Maschinen- und Prozessüberwachung zur Verfügung. (Bild: Stefanie Michel/MM)

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Schaeffler bringt ein Standardlager mit integrierter Sensorik auf den Markt, das bis zu vier Messgrößen aufnehmen kann. Wir sprachen mit Dr. Andreas Schiffler, Leiter Systems Engineering, was das Besondere an diesem Lager ist, wo es eingesetztwerden kann und wie es weiterentwickelt wird.

Sensorlager sind nichts Neues. Doch was ist das Besondere am Variosense-Lager?

Da stimme ich zu; Sensorlager sind nichts Neues. Das Besondere ist, dass mehrere Messgrößen – also mehrere Sensoren – in einem Sensorcluster vereint sind. Der eine Aspekt ist, Messgrößen über eine einzige Verbindung verfügbar zu machen. Der zweite Aspekt ist die Konfiguration dieser Messgrößen, also welche Messgrößen gemessen werden sollen. Ein weiterer Punkt ist die Integration von mehreren Funktionen am standardisierten Wälzlager.

Wie funktioniert das mit den verschiedenen Messgrößen und der Konfiguration?

Benötige ich für meine Applikation beispielsweise Drehzahl und Temperatur; dann ist es möglich, das Produkt genau so zu konfigurieren, so zu bestücken. Es ist ebenfalls möglich zu sagen, ich will Temperatur und Kraft messen. Dann sieht das Produkt vom Design her und von dem, was der Konstrukteur berücksichtigen muss, identisch aus, hat aber eine andere Sensorkonfiguration. Eine dritte Besonderheit ist die Zukunftssicherheit: Wenn sich die Sensorik weiterentwickelt – wir arbeiten ja auch an neuen Funktionsmodulen – muss der Kunde nichts an seiner Konstruktion (Dimension, Signalführung) ändern.

Kugellager mit Sensor an Bord

Hannover Messe 2017

Kugellager mit Sensor an Bord

01.03.17 - Der Einstieg in die Digitalisierung kann einfach sein: Eine Kombination aus Standardwälzlager und Sensorcluster stellt in einer kompakten Einheit mehrere Sensorsignale für die Maschinen- und Prozessüberwachung zur Verfügung. So wird eine an die Applikation adaptierbare Kombination von unterschiedlichen Messgrößen in einem standardisierten Bauraum möglich. lesen

Lässt sich das Sensorcluster während der Lebensdauer verändern?

Das ist eine gute Frage! Da muss man differenzieren. Den Sensorcluster an sich können Sie nicht verändern. Ist er einmal gefertigt, hat er zum Beispiel den Stempel „Konfiguration Temperatur-, Vibrations- und Drehzahlmessung“ aufgedruckt. Das einzige, was möglich ist, sind Änderungen über Software. So gibt es eine Möglichkeit, Funktionalitäten zu updaten, aber an der eigentlichen Konfiguration können Sie nichts ändern. Im Moment ist Lager und Sensor immer ein Teil. Wenn Sie eine neue Funktionalität wollen, müssen Sie das Lager ausbauen – das ist ein technischer Fakt. Aber der Vorteil ist: der Bauraum und der Stecker bleiben stets gleich.

Aus welchen Komponenten besteht die Einheit?

Es ist vom System her so aufgebaut: Es gibt immer ein Wälzlager, ein Sensorcluster, eine leitungsgebundene Verbindung und eine Auswerteeinheit oder Interfacebox. Diese Interfacebox ist nur dann nötig, wenn weitere Messgrößen als die Drehzahl gemessen werden. Wenn man nur die Drehzahl messen will, braucht man keine Box. Diese Interfacebox macht nichts anderes als die Signale des Sensorclusters in marktüblichen Schnittstellen zur Verfügung zu stellen. Wir haben dort eine analoge und eine digitale Schnittstelle, die dann der Kunde in seine Steuerungssysteme integrieren kann.

Inhalt des Artikels:

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