Suchen

DIN-Preisverleihung

Siemens mit DIN-Preis „Nutzen der Normung“ ausgezeichnet

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

Den mit 10.000 Euro dotierten DIN-Preis verdiente sich Karl-Ludwig Blumenthal (Siemens AG, Frankfurt/Main) mit seinem Beitrag über die innovative Weiterentwicklung bestehender Normen im Bereich des Apparatebaus. Aber auch Velotech, Wassermann und die TU Berlin nahmen DIN-Preise mit nach Hause.

Firmen zum Thema

Insgesamt sieben DIN-Preise in vier Kategorien wurden am 6. November 2014 im Rahmen der 14. Festveranstaltung „Weltfaktor Normung“ in Berlin vergeben.
Insgesamt sieben DIN-Preise in vier Kategorien wurden am 6. November 2014 im Rahmen der 14. Festveranstaltung „Weltfaktor Normung“ in Berlin vergeben.
(Bild: Christian Kruppa)

In der Kategorie „Best Practice“ machten sich Holger Diehm (Velotech GmbH, Schweinfurth), Christian Wais (Wassermann GmbH & Co. KG, Nürnberg) und Prof. Dr. Günter Zöllner verdient. Julius Rauber (TU Berlin) wurde für seine Dissertation über unterschiedliche Ansätze bei der Verwertung von geistigem Eigentum durch Normung, Patentierung und strategisches Publizieren mit dem „Sonderpreis Wissenschaft“ ausgezeichnet. In der Kategorie „Junge Wissenschaft“ gab es zwei Preisträger: Jannis Augustin (Westfälische Hochschule) und Paul von Gruben (Edinburgh University).

DIN-Ehrenring für Aesculap

Vor der Preisverleihung lauschten rund 270 Gäste im Museum für Kommunikation der Festrede von Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch, Direktor des Instituts für Marken- und Kommunikationsforschung an der EBS Universität für Wirtschaft und Recht, der pointiert über das Thema „Sich selbst treu bleiben“ sprach. Gleich zu Beginn der Festveranstaltung erhielt Dr. Harald Stallforth (Aesculap AG) wegen seiner vielfachen Verdienste um die Normung im Bereich der Medizintechnik von DIN-Präsidenten Prof. Dr. Klaus Homann den DIN-Ehrenring, die höchste Auszeichnung von DIN.

Kosteneinsparung reduzierte Variantenvielfalt

In dem prämierten Beitrag von Karl-Ludwig Blumenthal geht es um ein für die Normung klassisches Ziel, nämlich um Kosteneinsparung und Effizienzsteigerung durch die Reduzierung der Variantenvielfalt. Den konkreten Gegenstand bildet der Aktualisierungsprozess, wobei drei DIN-Normen für druckbeanspruchte Schweißflansche in einer Norm zusammengefasst wurden. Im Endeffekt hat man die Zahl der möglichen Varianten von 594 auf 192 reduzieren können. Zudem sollen durch die neue Norm die Kommunikation zwischen Planern, Technischem Einkauf, Anlagenbetreibern, Apparateherstellern und Flanschherstellern deutlich verbessert und planungstechnische Kollisionen vermieden werden. Auf der Basis von verlässlichen Industriedaten konnte Karl-Ludwig Blumenthal eine Kosteneinsparung für die deutsche Industrie von rund 940.000 Euro/Jahr ermitteln. Für Europa hochgerechnet ergibt sich eine Einsparung von 2,85 Mio. Euro pro Jahr und weltweit von 30,5 Mio. Euro pro Jahr. Die einmaligen Kosten der Überarbeitung der Normen für die Industrie – Arbeitsanteil, Reisekostenanteil, betriebliche Abwesenheit – sowie für DIN und Beuth Verlag wurden mit insgesamt 44.000 Euro berechnet.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 43078272)