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3D-CAD-Software

Siemens NX: Der Engineering-Benchmark entscheidet

| Autor: Stefanie Michel

Urban August: „Es wird keinen reinen CAD-Benchmark mehr geben sondern nur noch einen Engineering-Benchmark.“
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Urban August: „Es wird keinen reinen CAD-Benchmark mehr geben sondern nur noch einen Engineering-Benchmark.“ (Bild: Stefanie Michel)

Auf der Hannover Messe 2018 präsentierte Siemens sein komplettes Digital-Enterprise-Portfolio – darunter auch seine Engineering-Tools für die Konstruktion. Auch für den 3D-Druck bietet das Unternehmen eine durchgängige Prozesskette.

Durch verschiedenste Investitionen hat Siemens PLM Software inzwischen seine Engineeringtool-Kette soweit ausgebaut, dass eine durchgängige Bearbeitung komplexer Aufgaben möglich ist. Unter anderem wird das deutlich bei der additiven Fertigung, für die mit Siemens NX 12 eine durchgängige Prozesskette vorhanden ist.

Warum das von so großer Bedeutung ist, fasst Urban August, Senior Vice President und Geschäftsführer Deutschland, zusammen: „Es wird keinen reinen CAD-Benchmark mehr geben sondern nur noch einen Engineering-Benchmark.“ Um zu beweisen, wie weit das Unternehmen selbst schon ist, zeigte es am Messestand sowohl das digitale Produkt und die digitale Produktion, aber auch die digitale Performance, also die Optimierung der Maschine im Feld.

Mit einem 3D-Drucker von Concept Laser 2011 gestartet

Dass die Durchgängigkeit im realen Alltag funktioniert, bewies Christoph Hauck, Geschäftsführer von Toolcraft. Sein Unternehmen setzt seit 2011 3D-Drucker in der Fertigung ein. Welche Bedeutung diese Technologie bei Toolcraft hat und welche Kompetenzen das Unternehmen vorweisen kann, belegt die Nadcap-Zertifizierung für Metall-3D-Druck.

Zwar hatte man sich schon 2005 mit 3D-Druck beschäftigt, aber erst 2011 wurde es ernst: das Unternehmen investierte etwa 1 Mio. Euro in eine Anlage von Concept Laser, kaufte 6 Monate später gleich eine weitere. Toolcraft konzentriert sich bis heute auf Pulverbett-Metall-Druckverfahren und setzt neben Anlagen von Concept Laser auch Maschinen von Eos und Trumpf ein.

Konstruktion für 3D-Druck

Additive Fertigung

Konstruktion für 3D-Druck

08.05.18 - Additive Verfahren werden zunehmend für die Herstellung von Endprodukten eingesetzt. Im Vergleich zu anderen Fertigungstechniken ist die Prozesskette von der Konstruktion hin zur Produktionsvorbereitung allerdings weniger durchgängig. Doch CAD-Softwareanbieter und 3D-Drucker-Hersteller rücken zusammen. lesen

Früher arbeiteten die 3D-Drucker isoliert, alle dazugehörigen Prozesse liefen für sich ab. Doch je wichtiger dieser Geschäfsbereich für Toolcraft wurde, desto mehr musste man auch neben der Hardware in Software und Automatisierung investierten. So setzt das Unternehmen jetzt beispielsweise in der Produktentwicklung komplett auf Siemens NX, sodass alle Prozesse von der Konstruktion bis zur Nachbearbeitung durchgängig in einem Format arbeiten und optimiert werden können. Damit sind sowohl Simulationen und Topologieoptimierungen sowie Rückverfolgbarkeit relativ einfach möglich.

Hauck war zunächst zögerlich, auf eine System eines einzigen Anbieters zu setzen, sagt aber heute: „Durch den Einsatz von NX können wir nicht nur unsere Wettbewerbsfähigkeit erhöhen, auch der Produktionsprozess wird beschleunigt. Das führt zu kürzeren Innovationszyklen und zur Herstellung von komplexeren Teilen.“

3D-Druck-Zentrum eröffnet

Im Oktober 2017 wurde ein großes 3D-Druck-Zentrum eröffnet. Wie Hauck erklärt, betritt sein Unternehmen damit eigentlich Neuland. Man arbeitet zum Beispiel mit Stoffen, von denen man nicht weiß, wie sie sich auf den Organismus auswirken. So wird zunächst 6 Mal in der Stunde die Luft im Raum ausgetauscht, um die Mitarbeiter zu schützen.

Der nächste Schritt bei Toolcraft ist laut Hauck die MES/MOM-Einführung. Zudem soll ein neues Tool von Siemens genutzt werden, das den Verzug beim Aufbauprozess simuliert. So ist das Unternehmen, was die Digitalisierung von Prozessen und die Integration der additiven Fertigung in diese Prozesse betrifft, schon sehr weit. Dennoch steht man immernoch am Anfang einer Entwicklung, wie Hauck zugibt: „Additive Manufacturing ist für uns noch nicht die disruptive Technologie. Wenn es die additive Technologie 40 Jahre gibt, dann wird das vielleicht anders aussehen.“

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