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Spritzblasen wird produktiver
Ein weiteres interessantes und smartes Verfahren wird auf einer Smartpower 240/1330 demonstriert. Bei dieser Anwendung werden mit einem zweifach-Werkzeug der Firma Grossfiley, Frankreich, Preform-Teile aus PP für einen 150 ml Flakon gespritzt und im Werkzeug aufgeblasen. Das mit einer Indexplatte ausgestattete Werkzeug besteht aus drei Stationen. In der ersten Station werden die Preform-Teile gespritzt, in der zweiten Station werden sie aufgeblasen und in der dritten frei fallend ausgeworfen. Die großzügig dimensionierten Werkzeugaufspannmaße der Smartpower-Serie machen sie besonders geeignet für Mehrkomponenten Anwendungen. Durch Erweiterung des Werkzeuges auf vier Stationen könnte das Preform-Teil mit einer zweiten Komponente überspritzt werden, um so attraktive Mehrkomponenten-Blasteile zu fertigen.
Automatisierte Vertikal-Rundtischanlage
Neben den Maschinen der Powerserie zeigt der Aussteller auch eine vertikale Rundtischmaschine mit Automatisierungsanlage. Bei der CM 40/210 R1280 handle es sich um eine Maschine der neuen CM-R Baureihe mit einer Schließkraft von 400 kN. Bei der CM-R40 ist sowohl die holmfreie Schließeinheit als auch die servogeregelte Spritzeinheit vertikal installiert. Durch die vertikale C-Rahmen-Bauweise mit zwei symmetrischen Schließzylindern, soll ein maximaler Freiraum im Werkzeugbereich bestehen und damit eine bestmögliche Zugänglichkeit gegeben sein.
Kunststoff und Industrie 4.0
Wie bereits erwähnt, wird im Zuge von Wittmann 4.0 die Vernetzung von Maschine auf allen auf der K ausgestellten Systeme gezeigt. Über die neue Maschinensteuerung B8 könnten sowohl Maschinen als auch angeschlossene Roboter und die Peripherie über die einheitliche Windows-Oberfläche verbunden und bedient werden. Damit, so Wittmann Battenfeld, wird eine Interaktion zwischen den einzelnen Geräten möglich und der gesamte Verarbeitungsprozess optimal aufeinander abgestimmt und nachvollziehbar. Der Wittmann 4.0 Router, eine Eigenentwicklung, trage dabei wesentlich zur Datensicherheit im gesamten System bei. Nur Geräte, die sich mittels Sicherheitszertifikat eindeutig am Router identifizieren, erhalten Zugriff in die Arbeitszelle, wird betont. Der Router ist in die Spritzgießmaschine integriert und mit der angebundenen Peripherie sowie dem Netzwerk des Kunden verbunden. Durch den Wittmann 4.0 Router entfalle folglich die manuelle Vergabe von IP-Adressen für die einzelnen Geräte in einer Arbeitszelle. Damit sei ein dynamisches An- und Abstecken der Geräte auch während des Betriebs der Anlage gemäß dem Motto „Plug & Produce“ möglich. Auch ergeben sich dadurch Vorteile für die Anbindung an MES- oder ERP-Systeme respektive den Zugriff auf Spritzgießmaschine, Roboter oder Peripheriegeräte mittels OPC UA, heißt es weiter. Ein gesicherter Informationsaustausch mit Condition Monitoring Systemen, Remote Control oder dem Windows basierten Web-Service 24/7 von Wittmann Battenfeld soll damit ebenfalls gewährleistet sein. Die Wittmann 4.0 Technologie ebnet und öffnet den Weg in die Industrie-4.0-Welt, sagt der Hersteller. Sie leiste darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zur Cyber-Sicherheit in Produktionsbetrieben.
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