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Kleben

So zertifizieren Sie ihr Unternehmen in puncto Kleben

| Redakteur: Peter Königsreuther

Beim Kleben sind Verarbeitungsfehler die häufigste Ursache für das Bauteilversagen. Die Gründer der Klebnorm Consulting GmbH haben jetzt einen Beratungsansatz erarbeitet, weil die klebetechnische Norm DIN 2304, wie es heißt, den Spezialisten immer noch zu stark unterschätzt wird. So sollen Unternehmen schnell und zielsicher zu einer Zertifizierung kommen.
Beim Kleben sind Verarbeitungsfehler die häufigste Ursache für das Bauteilversagen. Die Gründer der Klebnorm Consulting GmbH haben jetzt einen Beratungsansatz erarbeitet, weil die klebetechnische Norm DIN 2304, wie es heißt, den Spezialisten immer noch zu stark unterschätzt wird. So sollen Unternehmen schnell und zielsicher zu einer Zertifizierung kommen. (Bild: Klebnorm Consulting)

Kleben ist sicher und zuverlässig – wenn es von qualifizierten Menschen umgesetzt wird. Wenn nicht, kann's schief gehen. Damit dieses Problem ad acta gelegt werden könne, biete die kürzlich gegründete Klebnorm Consulting GmbH ein neues und ganzheitliches Beratungs- und Dienstleistungsangebot an.

Marco Rodriguez, Joachim Rapp und Thomas Stein heißen die Gründer der Klebnorm Consulting GmbH und sie gelten als „alte Hasen“ beim Thema Klebeprozesse. Die jahrzehntelangen Erfahrungen haben für sie dabei eines deutlich gemacht: Das Kleben funktioniert in der Praxis nach ihrer Aussage aber nicht immer so, wie es sollte. Keine Frage, heißt es weiter, denn die Technologie birgt ein großes Potenzial, das oft nicht voll ausgeschöpft wird. Das Hauptproblem seien Verarbeitungsfehler und damit – prallel zu den Prozessen – der Mensch.

Leichter zum zertifizierten Klebefachmann

Denn Mitarbeiter seien oft nicht ausreichend qualifiziert, um das Kleben stets prozesssicher durchführen zu können. Das ist der Punkt, an dem die seit zwei Jahren geltende DIN 2304 ansetzt, eine Norm, die in der Praxis leider immer noch hinsichtlich ihrer Bedeutung und Reichweite unterschätzt wird, sagen die drei Spezialisten. Und selbst wenn ein Unternehmen die Bedeutung für die Qualität und/oder die Wettbewerbsvorteile für seine Produkte erkannt habe, sei der Weg zur Zertifizierung komplex und jedes Unternehmen habe dafür unterschiedliche Voraussetzungen. Nun kommt der Beratungsansatz und die Dienstleistungen von Klebnorm Consulting ins Spiel, wodurch die Möglichkeit besteht, dass ein Klebtechnik-Anwender richtig, ressourcenschonend und schnell zertifiziert wird, so die grobe Beschreibung dieser Idee.

Die gesamte Klebeprozesskette im Blick

Entscheidend seien dabei – außer der bewährten Methodik – die Erfahrung, das Know-how und der professionelle Blick von außen. Im Fokus haben die Klebnorm-Consulting-Berater Anwender im deutschsprachigen Raum, die Klebstoffe handwerklich oder industriell nutzen, und sich mit aktuellen Fragestellungen rund um die Normen DIN 6701 und 2304 sowie eventuelle Folgenormen beschäftigen müssen, heißt es. Die Begleitung beginne mit der Auswahl der relevanten Normen sowie der Definition der Sicherheitseinstufung der jeweiligen Verklebung. Daraus ließe sich ableiten, was zu tun sei. Es folgt eine Analyse der bestehenden Verarbeitungsgegebenheiten wie Räumlichkeiten, Infrastruktur, eingesetzte Klebstoffe, Verarbeitungsgeräte und -hilfsmittel entlang des Materialflusses, so die Experten.

Die DIN 2304 wird wahrscheinlich kaskadieren

Im nächsten Schritt wird, von der Sollsituation ausgehend, der Handlungsbedarf erarbeitet. Gleiches gelte für den Kenntnisstand der mit den Klebungen betrauten Mitarbeiter. Am Ende steht die Zertifizierung, die durch ein neutrales Institut, wie etwa Tbbcert, so Klebnorm Consulting. Stehe kurzfristig nicht ausreichend Personal zur Verfügung, werde Klebaufsichtspersonal für KMU in Kooperation mit Personaldienstleistern kurzzeitig beziehungsweise dauerhaft bereitgestellt.

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Eine Vorreiterrolle, die DIN 2304 betreffend, werden nach Einschätzung der Gründer, dabei fahrzeugnahe Klebstoffverarbeiter ebenso wie die Hausgeräteindustrie spielen. Die Bundeswehr habe in diesem Bereich schon mit der TL0023 Fakten geschaffen. Das demonstriert laut Ansicht der Experten, dass die Norm für alle gilt, die kleben müssen oder wollen. Thomas Stein prognostiziert: „Wir gehen davon aus, dass die DIN 2304 kaskadieren wird, also OEMs ihren Zulieferern die Anwendung der Norm zwingend vorgeben werden. Grundsätzlich sollte man die Norm aber nicht als Zwang, sondern als Chance wahrnehmen. Sicher und zuverlässig geklebte Produkte verursachen keine Kosten durch Reklamationen und bieten Wettbewerbsvorteile.“

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