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CAD/CAM-News Softwaretechnischer Turbo für Fräsprozesse

| Autor / Redakteur: Theo Drechsel / Peter Königsreuther

Nicht nur im Werkzeug- und Formenbau hat Visi bei CAD und CAM seine Fans, heißt es, denn auch ein Elektronikhersteller steht auf das System. Bei der spanenden Fertigung setzt dieser bei kleinen Serien Serien auf Visi.

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In einen Tag mit Visi auf Endmaß: Ein Aluminiumgehäuse für die Leistungselektronik eines Elektroautos, bei dem verschiedene 2- bis 5-Achs-Frässtrategien zum Einsatz kamen. Unter anderem die Funktion ‚Waveform‘, mit der die Taschen mit hoher Z-Zustellung trochoidal geschruppt werden konnten. Ideal für kleine Serien.
In einen Tag mit Visi auf Endmaß: Ein Aluminiumgehäuse für die Leistungselektronik eines Elektroautos, bei dem verschiedene 2- bis 5-Achs-Frässtrategien zum Einsatz kamen. Unter anderem die Funktion ‚Waveform‘, mit der die Taschen mit hoher Z-Zustellung trochoidal geschruppt werden konnten. Ideal für kleine Serien.
(Bild: Mecadat)

Mitten im Bayerischen Wald schätzt man bei der Zollner Elektronik AG schon lange die Vorteile der aktuell 22 Module umfassenden Visi-Produktfamilie aus dem Hause Hexagon. In der spanenden Fertigung, die dort zum Geschäftsbereich Mechanik zählt, setzt man heute zur NC-Programmierung ausschließlich Visi ein. Das CAD/CAM-System ist dazu in diversen Ausbaustufen an sechs CAM-Arbeitsplätzen – davon drei im 5-Achsen-Bereich – installiert, an denen rund um die Uhr 3-schichtig programmiert wird. „Hinzu kommen 15 CAM-Programmierer, die mit Visi an den maschinennah aufgestellten PCs arbeiten. Mit Visi Peps Wire entstehen auch noch die NC-Programme für das Drahterodieren mit bis zu vier Achsen“, erläutert der Spartenleiter Produktion Christian Gmeinwieser. Ergänzt wird dies alles durch sechs Viewer, die in der Fertigung verteilt sind. Einen weiteren CAM-Arbeitsplatz mit Visi-Fräsmodulen gibt es am Zollner-Standort in Costa Rica, der ebenfalls von Mecadat betreut wird.

Programmieraufwand früher fast so hoch wie Maschinenlaufzeit

Den gut bestückten Maschinenpark dominieren die insgesamt 17 CNC-Fräsmaschinen, von denen zehn automatisiert sind, und die zum Teil im 24/7-Betrieb arbeiten. Alle werden dabei mit Visi-Fräsprogrammen versorgt. Zollner produziert am Standort Zandt kleinere Serien von ein paar Tausend Stück, aber auch einzeln angefertigte Prototypen, vorwiegend aus Aluminium. Rund 20 % davon sind jedoch aus Stahl. Häufig bewegt sich die Stückzahl dabei im einstelligen Bereich. Losgrößen also, bei denen der Programmieraufwand im Verhältnis zur Maschinenlaufzeit je nach Komplexität der Geometrien hoch sein kann und schon mal mit 40 % und mehr zu Buche schlägt. Deshalb ist für die Oberpfälzer das Bedienkonzept eines CAM-Systems relevant, was aus deren Sicht bei Visi recht einfach ist und sehr schnell zum gewünschten Ergebnis führt. Dazu tragen die funktionalen Möglichkeiten und Bearbeitungsstrategien wesentlich bei, weil diese praxisgerecht und simpel gelöst sind.

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3-Achsen-Wege per Knopfdruck in 5-Achs-Simultanwege umwandeln

So werden in Zandt alle Facetten des Fräsbereichs von der 2D- und 2,5D-Bearbeitung bis hin zum 5-Achs-Simultanfräsen von Visi abgedeckt. Alle neun Bearbeitungszentren, die von Hermle stammen, verrichten bei Zollner ihren Job auf fünf Achsen – ebenso mit palettenbasierten Werkstückwechslern. Auch das hat grundsätzlich mit der Bedienfreundlichkeit von Visi und speziell mit den Funktionen des CAM-Moduls Machining 5-Achsen zu tun, mit dem die 5-achsige Programmierung sehr einfach geworden ist. Denn seit vielen Jahren bietet Visi für diesen Fall bereits die Möglichkeit, das 3- und 5-achsige Fräsen quasi zu kombinieren. So kann man mit der Funktion ‚drei Achsen zu fünf Achsen‘ die bereits berechneten 3-Achsen-Wege sozusagen auf Knopfdruck in 5-Achsen-Simultanwege umwandeln. Auch das automatische Hinzufügen angestellter Achsen ist möglich, bei der Vermeidung von Kollisionen hilft VISI ebenfalls.

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