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Ein anderer Fall verdeutlicht, dass Sonderlösungen heute kaum noch aus dem Portfolio wegzudenken sind. Hierbei handelt es sich um die Anschweißköpfe GF-50-DO. Diese werden im Gegensatz zum ersten Fall nicht auf die Kolbenstange aufgeschraubt, sondern angeschweißt. Der Korpus des GF-50-DO besteht aus 52.3-Stahl. Dies ist ein Stahl, der von Schweißern bevorzugt wird. Der Korpus ist an der Unterseite abgeflacht, um den Anschweißkopf für den Schweißvorgang in eine gerade Position zu bringen.
Anschweißköpfe für höhere Traglasten aus 52.3-Stahl
Gerade deswegen müssen bei den Gelenkköpfen intensive Warenein- und -ausgangskontrollen durchgeführt werden, die gewährleisten, dass diese Flächen im Winkel und absolut gerade sind. Wäre dies nicht der Fall, würde der Gelenkkopf beim späteren Verschweißen schief auf der Kolbenstange sitzen. Das wiederum könnte dazu führen, dass die Konstruktion nicht passt. Für die spezielle Anwendung sollte der Anschweißkopf nun mit einem wartungsfreien Gelenklager versehen werden, welches höhere Traglasten aufnehmen kann.
Nach einem ausführlichen Gespräch mit dem Kunden und Aufnahme des Pflichtenheftes, wurde gemeinsam entschieden, dass die Anfertigung eines GF-50-FW die beste Lösung sei.
Jedoch ist bei diesem Konstrukt Folgendes zu beachten: Der jeweilige Gelenkkopf und Korpus muss immer eine Nummer größer dimensioniert sein als die Bohrung des Lagers. Dies bedeutet, dass bei einem Gelenkkopf GF-60-DO das Gelenklager GE-60-DO ausgepresst werden muss, um ein Gelenklager GE-50-FW einpressen zu können. Dies begründet sich dadurch, dass die äußeren Abmessungen des Gelenklagers GE-50-FW größer sind.
Bei den wartungsfreien Gelenklagern wird zwischen zwei verschiedenen Gleitpaarungen unterschieden. Zum einen gibt es Gleitpaarungen mit Polytetrafluorethylen-(PTFE-)Verbundwerkstoff und zum anderen gibt es solche mit PTFE-Folie. Beim PTFE-Verbundwerkstoff besteht die Gleitfläche aus einem Compound, das aus dem Trägermaterial und einer Teflonbeschichtung besteht.
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