gesponsertBest of Industry Award 2026 Von der Schweißtechnologie zur modularen Innovationsplattform

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Wie lassen sich neue Werkstoffkombinationen schneller in industrielle Anwendungen überführen? KERN-LIEBERS zeigt mit seinem modularen Ansatz im Rührreibschweißen, wie aus einzelnen Projekten eine Plattform für zukünftige Innovationen entstehen kann.

Einrichten der Schweißanlage(Bild:  KERN-LIEBERS)
Einrichten der Schweißanlage
(Bild: KERN-LIEBERS)

Worum handelt es sich bei Ihrer Innovation?

Unsere Innovation ist die Modularisierung des Rührreibschweißens. Wir haben das Verfahren von einer einzelnen Fertigungstechnologie zu einer modularen Technologieplattform weiterentwickelt, in der Werkstoff, Bauteilgeometrie, Werkzeug, Maschine und Prozess als Gesamtsystem betrachtet werden. Dadurch können neue Anwendungen deutlich schneller entwickelt und industrialisiert werden.

Besonders bei Kupfer-Aluminium-Verbindungen für Elektromobilität oder Leistungselektronik eröffnet dieser Ansatz neue Möglichkeiten. Dadurch können wir innovative Werkzeug- und Prozesskonzepte, neue Fügezonen und spezielle Geometrien systematisch für unterschiedliche Anwendungen nutzbar machen.

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Die eigentliche Neuerung liegt darin, dass wir die Schweißnaht nicht mehr nur als Verbindung, sondern als funktionales Element des Produkts betrachten. So entstehen robuste und wirtschaftliche Lösungen, die neue Produktfunktionen ermöglichen und gleichzeitig die Entwicklung zukünftiger Anwendungen beschleunigen.

Was waren die größten Herausforderungen bei der Entwicklung des Produkts?

Die größte Herausforderung bestand darin, die traditionellen Grenzen zwischen den Fachgebieten zu überwinden. Erfolgreiche Technologieentwicklung entsteht heute nicht mehr isoliert in einzelnen Disziplinen, sondern durch das Zusammenspiel von Werkstofftechnik, Bauteildesign, Werkzeugentwicklung und Automatisierung. Unser Ziel war es, dieses Wissen in einem gemeinsamen Entwicklungsansatz zusammenzuführen und die gewonnenen Erkenntnisse so zu systematisieren, dass sie auf unterschiedliche Produkte und Anwendungen übertragbar sind. Daraus entstand die modulare Plattform. Sie verbindet Kompetenzen von der Werkstoffentwicklung bis zur Automatisierungstechnik und ermöglicht es, neue Anwendungen schneller, robuster und wirtschaftlicher zu industrialisieren.

Gibt es Anwendungen, die Sie im Nachhinein überrascht haben, da Sie daran während der Entwicklung noch gar nicht gedacht haben?

Ja. Ursprünglich haben wir mit zwei konkreten Entwicklungsprojekten begonnen. Im Laufe der Arbeit wurde jedoch deutlich, dass das eigentliche Potenzial nicht im einzelnen Anwendungsfall, sondern in der Modularisierung des Ansatzes liegt. Durch die systematische Zerlegung in Module für Werkstoff, Geometrie, Werkzeug, Prozessführung und Automatisierung entstand schrittweise eine Technologieplattform. Dadurch konnten wir Anwendungen adressieren, die wir anfangs gar nicht im Fokus hatten – von Batteriesystemen über Leistungselektronik bis hin zu Kontakt- und Sensorsystemen. Besonders überrascht hat uns, wie gut sich die zugrunde liegenden Prinzipien auf neue Anwendungen übertragen lassen. Der größte Erfolg für uns ist, dass aus zwei konkreten Entwicklungsprojekten eine Technologieplattform entstanden ist, die heute weit mehr Anwendungsmöglichkeiten eröffnet, als wir zu Beginn erwartet hatten.

Warum konnte genau Ihr Unternehmen dieses Produkt entwickeln?

Die Weiterentwicklung dieser Technologie war nur möglich, weil wir unterschiedliche Kompetenzen unter einem Dach vereinen. KERN-LIEBERS verfügt über tiefes Know-how in Werkstofftechnik, Fertigungstechnologie und Automatisierung. Diese Kompetenzen arbeiten bei uns nicht nebeneinander, sondern in interdisziplinären Teams eng zusammen. Gleichzeitig sind wir durch systematisches Technologie- und Trendscouting in der Lage, neue Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und deren industrielle Relevanz zu bewerten. Darüber hinaus profitieren wir von unserer Nähe zu den Anwendungen unserer Kunden. Wir entwickeln Technologien nicht um ihrer selbst willen, sondern stets mit Blick auf Bauteilfunktion und industrielle Umsetzbarkeit. Dadurch können wir Zusammenhänge zwischen Werkstoff, Geometrie, Prozess und Funktion gezielt nutzen.

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