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Prägen Sonderwerkzeug prägt auch auf kleiner Fläche prozesssicher

| Redakteur: Stéphane Itasse

Für einen Kunden aus der Automotivebranche hat die Schweizer Böni AG ein spezielles Prägewerkzeug entwickelt. Damit gelang es, eine relativ große Textmenge auf einem Werkstück mit 10° Schräge anzubringen.

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Dieses Sonderwerkzeug zum Prägen auf kleinen Flächen hat die Böni AG entwickelt.
Dieses Sonderwerkzeug zum Prägen auf kleinen Flächen hat die Böni AG entwickelt.
(Bild: Böni)

Das Werkstück hat eine Innenbohrung und verfügt neben der besagten Schräge über einen Durchmesser von 178 mm. Die Herausforderung bestand darin, ein Sonderwerkzeug für den Einsatz an dieser Schräge zu entwickeln und dabei möglichst viele Basiskomponenten und Standardsegmente zu verwenden, um für künftige Aufträge die Kosten gering zu halten.

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Für das Sonderwerkzeug setzt Böni laut eigener Mitteilung auf das Prinzip der rückfedernden Prägerolle: Nachdem die Prägerolle in das rotierende Werkstück eingedrückt worden ist, fährt man das Werkzeug vom Werkstück weg. die im Werkzeug eingebaute Feder sorgt für eine schnelle Rückstellung der Prägerolle auf ihre Startposition. Das Werkzeug ist sofort wieder bereit für eine Beschriftung. Dieser ganze Prozess spielt sich innerhalb eines Bruchteiles von 1 s ab.

Separate Aufnahmen oder Aufspannungen entfallen bei diesem Werkzeugprinzip, da das Werkstück auf der Fertigungsmaschine bereits gespannt ist. Die Bearbeitungszeit pro Beschriftung ist auch in diesem Sonderfall kleiner als 1 s. Praktisch ist laut Hersteller, dass das Prägewerkzeug wie ein Drehstahl eingerichtet wird. Die manuelle Umrüstung auf eine separate Maschine zur Beschriftung entfällt hier.

Das Werkstück kommt fertig beschriftet von der Maschine. Eine Verwechslungsgefahr, wie dies sonst beim Zwischenlagern leicht gegeben ist, entfällt damit ebenfalls.

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