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Metalle

Spannen mit Vakuum bei der Bearbeitung von Aluminium

| Autor/ Redakteur: Uli Merkle / B.A. Sebastian Hofmann

Mit effizienter Vakuumtechnik lassen sich Energie- und Wartungskosten sparen. Wie eine solche Anlage aussehen kann und wie viel sich einsparen lässt, zeigt ein Beispiel aus der Metallbearbeitung.

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Für die Oberflächenbearbeitung der Aluminiumplatten bei Alimex braucht man eine zuverlässige Haltetechnik. Dabei helfen die Vakuumpumpen von Busch.
Für die Oberflächenbearbeitung der Aluminiumplatten bei Alimex braucht man eine zuverlässige Haltetechnik. Dabei helfen die Vakuumpumpen von Busch.
(Bild: Alimex)

Die Herstellung von spannungsarmen Aluminiumgussplatten mit homogenem Gefüge ist die Kernkompetenz der Alimex GmbH in Willich. Zum Planfräsen der Oberflächen werden die Aluelemente auf CNC-Portalfräsmaschinen bearbeitet. Gehalten werden sie dabei auf Rastertischen durch Vakuum, das von Mink Klauen-Vakuumpumpen von Busch generiert wird. Diese Art der Vakuumerzeugung ist dem Anbieter zufolge besonders zuverlässig, sauber und energieeffizient.

Als Standardgrößen haben sich bei Alimex die Abmessungen 3 m × 1,5 m etabliert, aber auch Sonderformate von bis zu 5 m × 2, 9 m Größe sind möglich. Am häufigsten wird die Legierung EN AW-5083 (AlMg4,5Mn0,7) verwendet, aus der spannungsarme Präzisionsgussplatten mit sehr ausgewogenen mechanischen Eigenschaften entstehen. Das feine und porenarme Gussgefüge wird durch eine ausgedehnte Wärmebehandlung zusätzlich homogenisiert und thermisch entspannt. Die Oberflächen dieser Platten werden auf Kundenwunsch meist beidseitig mit einer Oberflächengüte von unter 0,4 µm gefräst. Durch eine spezielle Frästechnik sind dabei auch Werte unter 0,2 µm möglich. Die Standardplattenstärken liegen zwischen 5 und 50 mm, aber auch wesentlich stärkere Platten werden hergestellt.

Ölfreie und energiesparende Technik ersetzt das alte System

Als Rohstoff verwendet Alimex Walzbarren, die von verschiedenen Gießereien bezogen und vor der Bearbeitung spannungsgeglüht werden, um die Spannungen, die beim Gieß- und Abkühlprozess entstanden sind, zu eliminieren. In einem ersten mechanischen Arbeitsschritt werden die Barren auf einer Vertikalbandsäge ringsum auf Maß gesägt. Danach erfolgt auf einer horizontalen Bandsäge das Sägen der Platten. Ein Teil der Aluminiumplatten wird mit dem Sägeschnitt ausgeliefert, ein Großteil wird allerdings auf einer der drei CNC-Portalfräsen weiterverarbeitet. Die Fräsköpfe an zwei Fräsen sind mit einem Durchmesser von 1,7 m so dimensioniert, dass Platten im Standardformat mit einem Vorschub auf einer Seite gefräst werden können. Die dritte Fräse hat einen Fräskopfdurchmesser, der mit einem Vorschub die Breite von maximal 2,5 m fräst.

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