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Spannen mit Vakuum bei der Bearbeitung von Aluminium

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Alle drei Portalfräsen waren ursprünglich mit ölgeschmierten Drehschieber-Vakuumpumpen eines osteuropäischen Herstellers ausgerüstet, die den Unterdruck zum Halten der Aluminiumplatten auf dem Rastertisch generierten. Der Produktionsleiter war mit dieser Lösung allerdings nicht zufrieden. Der Wartungsaufwand dieser Vakuumpumpen wurde im Laufe der Jahre immer beträchtlicher. Neben dem vierteljährlichen Wechsel der Filter musste das Öl einmal jährlich komplett gewechselt werden. Ein feiner Ölnebel, der aus den veralteten Vakuumpumpen austrat, schlug sich teilweise auf den spiegelgefrästen Oberflächen der Aluminiumplatten nieder – eine Verschmutzung, die nicht toleriert werden konnte. Außerdem betrachtete man den Energieverbrauch kritisch, denn jede der drei Vakuumpumpen war mit einem 7,5 kW-Motor ausgestattet, sodass sich der Energieverbrauch zur Erzeugung des Unterdrucks bei einem 24-Stunden-Betrieb an fünf Wochentagen im Jahr auf 121.500 kWh summierte.

Die Mink Klauen-Vakuumpumpen von Busch arbeiten ölfrei und sind besonders wartungsarm.
Die Mink Klauen-Vakuumpumpen von Busch arbeiten ölfrei und sind besonders wartungsarm.
(Bild: Alimex)

Die Firma Busch empfahl daraufhin, Mink Klauen-Vakuumpumpen zum Halten der Aluminiumplatten beim Fräsen einzusetzen. Diese Vakuumpumpen generieren das Haltevakuum öl- und berührungsfrei. Das heißt: Die Verdichtung der abgesaugten Luft erfolgt ohne Betriebsmittel. Die berührungsfreie Technik wiederum verhindert Verschleiß in der Vakuumpumpe und macht diese dadurch weitestgehend wartungsfrei. Außerdem ermöglicht der berührungsfreie Betrieb einen hohen Wirkungsgrad, der sich wiederum positiv auf den Energieverbrauch auswirkt. Nach der Installation der neuen Vakuumtechnik zeigten sich deren Vorteile gleich in den ersten Betriebsmonaten.

Positives Feedback nach Abschluss der Umrüstung

Durch den ölfreien Betrieb kommt es zu keinerlei Verschmutzungen durch die Abluft der Mink Klauen-Vakuumpumpen. Die Wartung beschränkt sich auf einen vorsorglichen jährlichen Wechsel des Getriebeöls. Die Getriebeölmenge ist mit 0,85 l beziehungsweise 1 l wesentlich geringer als bei den ausgetauschten Drehschieber-Vakuumpumpen, bei denen, zusätzlich zum vierteljährlichen Nachfüllen, ein Mal jährlich mit 5 bis 6,5 l ein Ölwechsel durchgeführt werden musste.

Über die aufzubringende Haltekraft wurden die neuen Mink Klauen-Vakuumpumpen von ihrer Leistung her genau ausgelegt, sodass an den beiden Fräsmaschinen für Standardplattengrößen jeweils eine kleinere Baugröße als bei der Fräse für die Sonderformate installiert wurde. Die beiden kleineren Mink Klauen-Vakuumpumpen werden jeweils mit einem 3-kW-IE3-Motor angetrieben, die größere hat einen 6-kW-IE3-Motor, sodass sich der jährliche Energieverbrauch zur Vakuumerzeugung an allen drei Fräsmaschinen auf 64.800 kWh beläuft. Was fast einer Halbierung der Energiekosten gegenüber der vorherigen Lösung entspricht. Nach über zweijähriger Betriebszeit zeigt sich Alimex mit der Investition in die neue Mink Vakuumtechnik zufrieden. Alle Erwartungen seien erfüllt worden. Außerdem hat sich gezeigt, dass die Vakuumerzeugung absolut zuverlässig arbeitet. Störungen oder gar Ausfälle gab es den Verantwortlichen von Alimex zufolge in dieser gesamten Zeit nie.

* Uli Merkle ist Leiter Marketing Services bei Busch Dienste GmbH in 79689 Maulburg, Tel. (0 76 22) 6 81-0, info@busch.de, www.buschvacuum.com

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