Zerspanung

Stabile Prozessparameter bei Mehrspindlern ermitteln

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Die Messhardware wurde im Schaltschrank der Maschine verbaut. Zur Messwertaufnahme werden derzeit gekapselte Beschleunigungssensoren verwendet, die auf den Spindeln und den Werkstücken angebracht werden. In einem nächsten Schritt sollen die Beschleunigungssensoren genutzt werden, die bereits herstellerseitig in den Spindeln verbaut sind.

Methodik wurde erfolgreich validiert

Zur Validierung der Methodik wurden Stabilitätskarten sowohl mittels konventionellem Vorgehen als auch mit der entwickelten Methodik aufgenommen. Bild 4 vergleicht die Ergebnisse. Es sind nur sehr geringe Abweichungen zwischen den automatisch ermittelten und den konventionell ermittelten Stabilitätsgrenzen zu erkennen. Die Methodik zur automatischen Stabilitätskartenermittlung konnte somit erfolgreich validiert werden. Mithilfe dieser Methodik lassen sich prozessoptimale Parameter nun effizient und schnell ermitteln. Dadurch kann die Einfahrzeit von neuen Prozessen deutlich reduziert werden. MM

Literatur

[1] Brecher, C.; Epple, A.; Bäumler, S.; Trofimov, Y.: Simulation und Optimierung der doppelspindligen Fräsbearbeitung. ZWF – Zeitschrift für wirtschaftlichen Fabrikbetrieb 108 (2013), 7/8, S. 509-513.

[2] Weck, M.; Brecher, C.: Werkzeugmaschinen, Fertigungssysteme, Band 5: Messtechnische Untersuchung und Beurteilung, dynamische Stabilität, 7. Auflage, Springer Verlag: Heidelberg, Berlin, 2006.

[3] Brecher, C.; Hermes, R.; Sitte, B.: Virtualisierung der spanenden Bearbeitung in der Maschinenentwicklung und Prozessoptimierung, Apprimus Verlag, Aachen, 2011.

[4] Brecher, C.; Kiesewetter, C.; Epple, A.; Fey, M.: Automatisierte Erstellung von Stabilitätskarten für Fräsbearbeitungen. ZWF – Zeitschrift für wirtschaftlichen Fabrikbetrieb 110 (2015), 4, S. 191-195.

[5] Brecher, C.; Epple, A.; Fey, M.: Optimale Prozessparameter effizient ermitteln am Beispiel einer doppelspindligen Fräsbearbeitung. wt Werkstattstechnik online 104 (2014), 5, S. 260-265.

* Prof. Dr.-Ing. Christian Brecher ist geschäftsführender Direktor des Werkzeugmaschinenlabors (WZL) der RWTH Aachen. Dipl.-Ing. Dipl.-Wirt. Ing. Alexander Epple ist dort Gruppenleiter, Caroline Kiesewetter, M. Sc., wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dr.-Ing. Marcel Fey Oberingenieur.

* Danksagung: Die Arbeiten wurden in dem durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft geförderten Forschungsprojekt „Identifikation optimaler Prozessparameter bei der doppelspindligen Fräsbearbeitung (BR 2905/52-1)” durchgeführt.

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