Plattenaufteilung Stand-by-Betrieb von Antriebssystemen spart Energie beim Sägen

Autor / Redakteur: Josef Kraus / Josef-Martin Kraus

In Sägen schlummern Energieeinspar-Potenziale. Das verdeutlichen Maschinenentwicklungen zur Plattenaufteilung, die ein automatisches, lastgeregeltes Zu- und Abschalten von Antrieben und Aggregaten vorsehen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Maschinensteuerung.

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„Ressourcen schonen“ ist nicht nur ein Leitmotiv in der Holzbearbeitung. So erschließt der Sägenhersteller Holzma in Calw Synergieeffekte, indem er Entwicklungen in der Plattenaufteiltechnik auch bei Kunststoffprodukten etabliert. Gemeinschaftliche Ziele sind die Energie- und Werkstoffeinsparung. Dazu kommen Automatisierungs- und Rationalisierungseffekte. An diesen Zielen sollen zum Beispiel die Sägen der Baureihe 3 gemessen werden – inklusive der Kunststoffsäge HPP 380 P.

Sägen bekommen einen Stand-by-Knopf

Für diese Sägen wurden unter dem Label Ecoline Antriebs- und Steuerungstechniken entwickelt, die eine Reduzierung des Energieverbrauchs um bis zu 20% ermöglichen. Und das schon meist bei Standardausstattung. So rüstet Holzma die Sägen mit einem Stand-by-Knopf aus, der alle Antriebssysteme in einen Schlummerzustand versetzt. Der daraus resultierende Einsparungseffekt zeigt sich insbesondere dann, wenn eine Maschine nicht „rund um die Uhr“ betrieben wird, jedoch im Bedarfsfall sofort zur Verfügung stehen muss.

Im Betriebsfall sorgen Motoren der Klasse EFF1 für eine energieeffiziente Arbeitsweise. Zur besseren Anpassung können ferner frequenzgeregelte Hauptsägemotoren mit einem sogenannten Leistungs-Bypass ausgestattet werden. Diese Zusatzausstattung trägt – außer zur Energieeinsparung – auch zur sicheren Beherrschung kurzfristiger Leistungsspitzen (Überlast) bei. Eine weitere Verbrauchsreduzierung lässt sich unter anderem mit dünneren Sägeblättern erreichen.

Bewertung der Sägeleistung anhand dreier Schnittpläne

Zur Bewertung der kompletten Sägeleistung hat Holzma einen Messablauf entwickelt. Gemessen werden die Zykluszeiten von Plattenaufteilsägen für drei typische Schnittpläne. Analog zur Bestimmung des durchschnittlichen Kraftstoffverbrauchs von Automobilen aus den Verbrauchsdaten für innerorts, über Land und auf der Autobahn errechnet man als Vergleichswert das arithmetische Mittel. Bei diesem Drittelmix-Prinzip werden die Sägen mit maximaler Leistung und ohne Berücksichtigung möglicher Verzögerungen von Maschinenbedienern getestet.

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