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Stanztechnik

Stanz-Kleinteile bis ins Detail zu 100% geprüft

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Jens Hofmann und Ulrich Renger, Geschäftsführer der Vester Elektronik GmbH, setzten sich deshalb zusammen, um nach einer wirtschaftlichen und prozessorientierten Lösung zu suchen. Und immer dann, wenn sie dies tun, kommen geniale Lösungen heraus. So auch in diesem Fall, bei dem Renger einfach auf seine bereits bestehenden Mess- und Sortierautomaten der Serie Video-Check VVC 100 – also einer Standardanlage – zurückgreifen konnte. Dennoch erforderte die Anlage ganz besondere Modifikationen mit modulartigem Aufbau.

Stanzteile in Millionenzahl schwer zu handhaben

Doch die Problematik stellt dabei das Bauteil selbst dar da es in Millionen-Stückzahl produziert wird und aufgrund seiner Größe ein Schüttgutteil ist, ist es natürlich äußerst schwierig, es richtig zu handhaben. Ulrich Renger und seine Mannschaft (bei Vester sind etwa 75 Mitarbeiter aktiv) wissen jedoch, wie man mit derart niedlichen Teilen umgeht, sie anpackt und letztendlich eine 100%-Prüfung an ihnen durchführt.

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„Das ist, neben unserem Sensorik-Standbein, unser zweites Tagesgeschäft“, sagt Renger, und Vester baut bis zu 80 solcher Maschinen im Jahr. Die Kummer-Prüfanlage sollte deshalb kein Problem sein und wenn man die Anlage betrachtet scheint alles ganz einfach: „Sehen Sie“, erklärt Renger, „über diese Schüttgutrinne bringen wir die Teile in die Anlage, wo sie schließlich in einem Schwingförderer landen. Dort werden die Teile vereinzelt und einer Entmagnetisierungseinrichtung zugeführt.“

Ohne diesen Entmagnetisierungsvorgang könnten die Teile nicht auf Härte geprüft werden beziehungsweise es würden keine exakten Messungen durch den unterschiedlichen Magnetisierungsgrad möglich sein. Danach werden die Teile wieder gleichmäßig aufmagnetisiert und härtegeprüft.

Kaum verbogene Stanzteile bei der Prüfung

Da das Teil gehärtet ist, besteht absolut keine Gefahr der Deformierung innerhalb des Prozesses. Das Teil ist also im gesamten Durchlauf sehr stabil. „Es kommt kaum vor, dass sich ein Teil mal verbiegt“, meint Renger, „aber dafür steht ja die nächste Station, das Herz der Anlage, wo die Teile mit Hilfe unterschiedlich positionierter Kameras in Geometrie und Abmessungen geprüft werden.“

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