Bioschmierstoffe Starke Schmierstoffe können auch Bio
Schmierstoffe sind ein wichtiger Hilfsstoff bei vielen technischen Bewegungen. In der Industrie reduzieren sie den Energieverbrauch, ermöglichen neue Fertigungstechniken und erhöhen die Lebensdauer der Maschinen. Eine Domäne ist die Hydraulik.
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An diese wichtigen Hilfsstoffe werden gemäß dem Aktionsplan der Bundesregierung zur stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe zunehmend Forderungen nach mehr Nachhaltigkeit gestellt. Dabei besteht ein erhebliches Interesse seitens der Regierung, diese auf der Basis von Pflanzen herzustellen. Hierzu sind schon einige Ergebnisse vorzuweisen, denn in den Jahren 2000 bis 2008 stellten die Betreiber ungefähr 40.000 Maschinen und Anlagen auf Bioschmierstoffe um.
Bioschmierstoffe müssen drei Krierien erfüllen
Insgesamt habe die Bundesregierung hierzu 32,4 Mio. Euro Fördermittel investiert, sagt Dr. Gabriele Peterek von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR). Die FNR ist Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Sie fördert Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsvorhaben zu nachwachsenden Rohstoffen.
Zudem informiert und berät sie unterschiedlichste Zielgruppen zum Thema und unterstützt die Markteinführung von Produkten aus nachwachsenden Rohstoffen. Bislang sind bereits einige Hundert biogene Schmierstoffprodukte auf dem Markt.
Da der Begriff Bio von Marketingstrategen begehrt ist, schlägt die Agentur eine präzise Definition für Bioschmierstoffe vor. Sie sollten gemäß ihrer Broschüre „Technische Bioöle“ drei Kriterien erfüllen: Zunächst müssen sie zu einem wesentlichen Teil biobasiert sein.
Dies heißt konkret, dass sie zu mindestens 25 % aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen sollen. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die biologische Abbaubarkeit, und zwar zu einem Anteil von mehr als 60 %. Außerdem sollten sie nicht als umweltgefährdend eingestuft sein.
Übliche Hydraulikflüssigkeiten können die Umwelt bedrohen
Im Bereich der Hydraulikflüssigkeiten kann es bei Produkten auf der Basis von Mineralölen zu starken Umweltbelastungen kommen, wenn diese durch Leckagen oder Unfälle in die Umwelt gelangen. Hier ist die Substitution von Mineralölen durch Bioöle wünschenswert, weil Öle ein wesentlich geringeres Gefährdungspotenzial für die Umwelt bei Leckagen darstellen, wenn sie biologisch abbaubar sind.
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