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Additive Fertigung

Statt SLM übernimmt GE nun Concept Laser

| Autor: Stefanie Michel

Eigentlich wollte General Electric SLM Solutions übernehmen, doch die Aktionäre machten diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. Für den Konzern keine Situation, um Trübsal zu blasen: Einen Tag später gab man die Übernahem von Concept Laser bekannt.

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Nachdem es mit der Übernahme von SLM Solutions nicht geklappt hat, war schnell ein weiterer Kandidat gefunden: Concept Laser.
Nachdem es mit der Übernahme von SLM Solutions nicht geklappt hat, war schnell ein weiterer Kandidat gefunden: Concept Laser.
(Bild: Concept Laser)

Ende Oktober war es klar: General Electric (GE) erreichte keine Zustimmung von über 75 % bei den Aktionären von SLM Solutions, um den 3D-Druck-Spezialisten zu übernehmen. Wie schon im September berichtet, sprachen sich Aufsichtsrat und Vorstand für die Übernahme aus.

Wie das Blog Engineeringspot berichtet, liege einer der Gründe im US-Hedgefonds Elliott, der sich mit mehr als 20 % bei SLM eingekauft hatte, um GE zu einer Aufstockung der Offerte zu zwingen. Bei diesem Poker wollte GE wohl nicht mitmachten und suchte eine Alternative

Mit Concept Laser das Laserschmelzen weiterentwickeln

Die war schnell gefunden: Concept Laser, ein Pionier des pulverbasierten Laserschmelzens. Man wurde sich einig, dass GE 75 % der Aktien für $ 599 Mio. (549 Mio €) übernimmt. Die Vereinbarung ermöglicht es dem Großkonzern in ein paar Jahren das Familienunternehmen komplett zu übernehmen.

„Der Gründer von Concept Laser, Frank Herzog, und sein Team sind wahre Pioniere was das Laserschmelzen angeht,” so David Joyce, GE Vice Chairman and President & CEO bei GE Aviation. „Wir sind uns einig, die Technologien von Concept Laser weiterzuentwickeln.“ Auch Frank Herzog scheint zufrieden mit den Verhandlungen: „GE teilt unsere Einschätzung hinsichtlich des Potenzials für die additive Fertigung, die zur digitalen Transformation der industriellen Produktion führt. Wir freuen uns, dass es uns nun gemeinsam möglich ist, die Entwicklung unserer Technologie voranzutreiben.“ In der Pipline stehen unter anderem die modularen Konzepte der „Additive Manufacturing Factory of Tomorrow“, sodass man mithilfe von GE beim Thema Industrie 4.0 ganz vorne dabei sein kann.

Und was ist mit der Übernahme von Arcam? Daran hält GE bisher fest und hat das Angebot von 285 auf 300 schwedische Kronen erhöht. Außerdem müssen nur noch 75 % statt 90 % der Aktionäre das Angebot annehmen. Sie müssen sich nun bis zum 10. November entscheiden.

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Über den Autor

Stefanie Michel

Stefanie Michel

Journalist, MM MaschinenMarkt