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Studie

Strategie für intelligente Automatisierung fehlt

| Redakteur: Melanie Krauß

Obwohl viele Unternehmen im Bereich der intelligenten Automatisierung (IA) bereits zahlreiche Projekte vorantreiben, mangelt es meist an der Integration der Teilprojekte in eine unternehmensweite Strategie.

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Intelligente Automatisierung umfasst unter anderem Robotics Process Automation, Cognitive Automation und Künstliche Intelligenz.
Intelligente Automatisierung umfasst unter anderem Robotics Process Automation, Cognitive Automation und Künstliche Intelligenz.
( Bild: ©everythingpossible - stock.adobe.com )

So das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von KPMG und HFS-Research unter rund 600 Führungskräften aus 13 Ländern, darunter 40 aus Deutschland.

Häufig fehle zudem ein Visionär im Topmanagement, der Pilotprojekte engagiert vorantreibt und entsprechende Prioritäten setzt. Das führe dazu, dass viele Anstrengungen ins Leere liefen. „In Deutschland hat nur etwa jedes zwanzigste Unternehmen integrierte Lösungen, die alle Technologiebereiche der intelligenten Automation miteinander verknüpfen“, so Marc Ennemann, Partner bei KPMG. „Das sind nur halb so viele wie im internationalen Vergleich. Die Verbreitung von Insellösungen führt jedoch dazu, dass das Potential von IA längst nicht ausgeschöpft wird.“

Info Intelligente Automatisierung umfasst laut Studie Techniken von Robotic Process Automation und Cognitive Automation bis hin zu Künstlicher Intelligenz und Natural Language Processing.

Jeder vierte Befragte nennt als bedeutendstes langfristiges strategisches Ziel von Investitionen in IA die Steigerung des Umsatzes (24 %). Deutsche Unternehmen setzen vor allem auf die Möglichkeit, dank IA Daten schneller und effizienter auswerten zu können (30 %). Außerdem wollen die Unternehmen bessere Einblicke in ihr Geschäft und in die Unternehmensabläufe gewinnen. Das am häufigsten genannte operationelle Ziel ist die Steigerung der Kundenzufriedenheit (30 %).

Mehr als die Hälfte aller befragten Unternehmen hat bereits 10 Mio. Dollar oder mehr in IA-Projekte investiert; etwa jedes dritte sogar über 50 Mio. Dollar. Dabei zeigt sich: Die Erwartungen für den Return of Investment sind häufig schon in der Pilotphase sehr hoch. So erwartet die Hälfte der befragten Führungskräfte, dass IA-Lösungen in ihrem Unternehmen innerhalb der nächsten 12 Monate skaliert werden können.

„Diese Hoffnung kommt mir allerdings sehr optimistisch vor. Denn viele Unternehmen verfügen nicht über ausreichende Ressourcen und Kompetenzen, um IA-Projekte im eigenen Haus konsequent voranzutreiben“, sagt Ennemann. „Vor allem im Bereich Machine Learning und künstliche Intelligenz fehlt es an Expertise. Hier sollten Unternehmen ihre eigenen Ressourcen realistischer einschätzen und kritisch prüfen, ob nicht mehr Projekten zum Durchbruch verholfen werden könnte, indem man Dienstleistungen und Wissen einkauft.“

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