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Datensicherheit Strategien der Datensicherung für mittelständische Betriebe

| Autor / Redakteur: Patrick Bertschat / Claudia Otto

Die IT-Anforderungen, mit denen kleine und mittlere Unternehmen Tag für Tag konfrontiert werden, können sich schnell in ein Dilemma verwandeln. Denn immer größer werdende Datenberge erfordern eine bessere Speicherinfrastruktur, doch die dafür vorhandenen Geldmittel werden immer knapper.

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(Bild: Andrey Kuzmin - Fotolia.com)

Zwei Hauptfaktoren der Datensicherung sorgen im Umfeld kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) für Herausforderungen: Zum einen stellt die Rechtfertigung für den Erwerb eines neuen Speichersystems in vielen KMU eine Hürde dar, selbst wenn die langfristigen Gesamtkosten (Total Cost of Ownership) niedriger sein können. Daher verwenden viele KMU weiterhin veraltete, sperrige und langsame Speicherkomponenten und fügen einfach weitere Teile oder Datenträger an das System, ohne sich über die zusätzliche Komplexität und die steigenden Kosten Gedanken zu machen. Zum anderen steigen die regulatorischen Anforderungen permanent, da staatliche Organisationen weitere Schutzmechanismen für Kundendaten eingesetzt haben. Ohne die Ressourcen zur Steuerung dieser Regeln und Bestimmungen speichern die KMU wahrscheinlich über längere Zeit mehr Daten als nötig. Dies geschieht meist aus Furcht vor den Konsequenzen, falls keine archivierte Kopie vorhanden ist.

Umfassende Datenspeicherstrategie ist Fehlanzeige bei vielen KMU

Obwohl also ein dringender Bedarf nach einer Optimierung der Datenspeicherung besteht, verfügen viele KMU aktuell über keine umfassende Speicherstrategie. In den meisten Fällen ist eine flexible und robuste Speicherinfrastruktur erforderlich, die eine umfassende Verwaltung und Sicherheit der Daten ermöglicht. Für den Aufbau einer Infrastruktur, die jene Möglichkeiten in Hinblick auf die Flexibilität und Verwaltung bietet, die von einem wachsenden Unternehmen benötigt werden, sollten die IT-Verantwortlichen bei der Implementierung die nachfolgenden Gesichtspunkte berücksichtigen.

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Eine skalierbare und flexible Speicher-infrastruktur, die der Menge und Art der anwachsenden relevanten Geschäftsdaten entspricht, ist ein Muss. Es sollten Anwendungen in Betracht gezogen werden, die Datenträger mit höherer Kapazität oder ein einfaches Hinzufügen weiterer Speicherplätze unterstützen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von dem Ansatz „Bezahlung nach Wachstum“ (pay as you grow), bei dem nur in die tatsächlich benötigte Speicherkapazität investiert wird.

Häufigster Fehler ist das Fehlen von Datenkopien außerhalb des Unternehmens

Die Anforderungen an die Datenarchivierung werden normalerweise durch die Richtlinien des Unternehmens beziehungsweise die Bestimmungen der Branche oder durch gesetzliche Forderungen vorgegeben. Dazu zählen zum Beispiel die Aufbewahrungs- und Abfragedauer der benötigten Daten. Bestimmte Branchenanforderungen verlangen vom Unternehmen vielleicht eine Vervielfältigung von Daten in sehr kurzer Zeit zuzüglich eines Datenprotokolls der Produktkette. Heutzutage gibt es aktive Archivtechnologien, die die Effektivität auf mehreren Ebenen steigern und von KMU in ihre Infrastruktur implementiert werden können.

Bis zu 60 % der KMU verfügen über keine wirkliche Planung hinsichtlich Backups beziehungsweise der Wiederherstellung im Katastrophenfall. Der häufigste Fehler ist das Fehlen von Offsite-Back-ups. Dies bedeutet, dass es nicht nur eine Kopie der Daten vor Ort gibt, die eine schnelle Wiederherstellung ermöglicht, sondern dass auch eine Kopie existiert, die physisch außerhalb des Unternehmens gelagert wird, beispielsweise in einem Banktresor.

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