Energiespeicherung

Stromspeicher durchdringen immer mehr die Industrie

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„Da der Vanadium-Elektrolyt nicht brennbar ist, ist das Gefährdungspotential wesentlich geringer als bei Lithium-Ionen Batterien“, betont Möllenhoff. Auch auf das giftige Blei könne verzichtet werden.

Das hat Konsequenzen für das Sicherheitsmanagement eines Stromspeichersystems. „Das Gefährdungspotential ist im Vergleich zu Li-Ionen-Batterien oder auch Hochtemperatur-Speichern wie NaS-Batterien deutlich geringer. Der Energieträger bei einer Vanadium-Redox-Flow-Batterie ist nicht brennbar oder explosiv“, sagt der Gildemeister-Manager.

Lang erprobte Sicherheitssysteme für Blei-Säure-Batterien

Auch bei Blei-Säure-Batterien sind durch den langen Einsatz die Sicherheitssysteme bereits erprobt. „Für die Blei-Säure-Technologie ist eine ausreichende Normung bezüglich Betriebssicherheit vorhanden. Eine relevante Norm ist unter anderem die DIN EN 50272-2 / VDE 0510 „Sicherheitsanforderungen an Batterien und Batterieanlagen“. Hierin sind Punkte bezüglich Personenschutz, Lüftungsanforderungen, bauliche und technische Anforderungen an den Batterieraum und den Betrieb ausgeführt“, berichtet Bußar. Das „Energy Module 0,5 MWh“ erfülle alle Anforderungen der DIN EN 50272-2.

„Sicherheit hat beim Umgang mit chemischen Energiespeichern höchste Priorität. Menschen arbeiten regelmäßig direkt an dem Batteriesystem, so dass es bei Fehlern oder Sicherheitsmängeln zu verheerenden Sach- und auch Personenschäden kommen kann“, begründet Haubrock. Hoppecke habe mehrere Konzepte entwickelt, um die Sicherheit seiner Speichersysteme zu gewährleisten. Bei einigen der Produkte sei die Überwachungselektronik bereits eingebaut.

So verfügten die Lithium-Ionen-Module über eine Eigendiagnose. „Die Elektronik überwacht das Modul und generiert gegebenenfalls Fehlermeldungen; bei sicherheitskritischen Zuständen werden Warnmeldungen ausgegeben. Im Notfall schaltet das Modul selbständig ab“ sagt der Hoppecke-Manager.

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